Wegberg: Mehr Schutz vor Hochwasser

Wegberg: Mehr Schutz vor Hochwasser

Um die Wegberger Innenstadt vor Hochwasser zu schützen, sollen Beeckbach und der Weiher an der Ophover Mühle umgestaltet werden. Der Schwalmverband stellte im Rathaus die Pläne vor.

Der Schwalmverband plant, das aus den 1970er Jahren stammende Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Ophover Mühle (Ophover Mühlenweiher) zu sanieren und den benachbarten Beeckbach in diesem Bereich zu renaturieren. "Das Vorhaben stellt eine absolute Aufwertung der Fläche an der Ophover Mühle im Vergleich zum heutigen Zustand dar", versicherte Thomas Schulz vom Schwalmverband.

Mühle bei Hochwasser in Gefahr

Schulz stellte die Pläne am Dienstagabend während der Sitzung des Umweltausschusses vor. Er erklärte, dass die Hochwassergefahr an kleinen Flüssen zunimmt. In den vergangenen Jahren sei es wegen des Klimawandels immer häufiger zu extrem starken Regenfällen gekommen. Der Schwalmverband hält es deshalb aus Gründen des Hochwasserschutzes für dringend erforderlich, dass das Gelände am Ophover Mühlenweiher umgestaltet wird.

Das Rückhaltebecken an der Ophover Mühle sei derzeit deutlich unterdimensioniert. Statt des benötigten Stauvolumens von 24 000 Kubikmeter stünden derzeit nur 14 000 zur Verfügung. Schulz: "Wegen eines fehlenden Beckennotüberlaufs würde das Wasser bei einer Überflutung in Richtung Ophover Mühle fließen."

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Erster Bauabschnitt Der Schwalmverband plant, ab 2012/2013 östlich des Mühlenweihers (gegenüber der Ophover Mühle) eine Erweiterungsfläche anzulegen, die nur bei Hochwasser unter Wasser steht. Optisch würde sich laut Schulz nur wenig verändern, da diese Maßnahme mit einem Durchlass-Rohrsystem zu verwirklichen sei. Auf der Grünfläche könnten zum Beispiel Erlen gepflanzt werden, da diese Bäume feuchten Boden lieben.

Zweiter Bauabschnitt Der heutige Fuß- und Radweg zwischen Beeckbach und Ophover Mühlenweiher soll nach Planung des Schwalmverbandes in der Wegverlängerung (Richtung Motte) über eine Brücke auf die andere Seite des Beeckbachs geführt werden. Dazu müssen Teile des Parkplatzes an der Ophover Mühle und des Spielplatzes weichen, erklärte Schulz. Weil der Stadt die gesamte Fläche gehört, ist dazu das Einverständnis Wegbergs Voraussetzung. Kosten Die Kosten für die Sanierungsmaßnahmen des ersten Bauabschnitts bezifferte Schulz auf rund 210 000 Euro inklusive Planung. Die Mittel sind laut Schulz bereits beim Land angemeldet. Es gebe eine mündliche Zusage, dass das Land rund 50 Prozent der Kosten übernimmt.

Die Maßnahmen des zweiten Bauabschnitts kosten rund 350 000 Euro und könnten bis zu 80 Prozent vom Land übernommen werden. Die übrigen Kosten werden auf die Genossen des Schwalmverbandes umgelegt, erklärte Schulz.

(RP/url)
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