Erkelenz: Mehr Raum für 2600 Berufskolleg-Schüler

Erkelenz: Mehr Raum für 2600 Berufskolleg-Schüler

Mit 2600 Schülern platzt das Berufskolleg Erkelenz zurzeit aus allen Nähten. Durch eine Gebäudesanierung und den Bau eines Forums auf dem Schulgelände soll sich die Situation an der größten Schule im Kreis Heinsberg entspannen.

Die Mitglieder des Kreisbauausschusses besichtigten am Dienstagabend die Baustelle im Kellergeschoss des Berufskollegs Erkelenz. Die Klassenräume im Keller des im Jahr 1953 fertiggestellten Hauptgebäudes werden zurzeit energetisch saniert. Während der Sitzung des Kreisbauausschusses war auch der geplante Bau des neuen Forums für das Berufskolleg ein Thema.

Dezernent Philipp Schneider wies während der Sitzung auf die Bedeutung des Berufskollegs Erkelenz und die dringend notwendigen Baumaßnahmen hin. "Mit rund 2600 Schülern ist das Berufskolleg die größte Schule im Kreis Heinsberg", sagte Schneider. Vor allem wegen der in der Praxis nicht vorhandenen Aula platze die Schule an der Westpromenade in Erkelenz aus allen Nähten. "Dieser Zustand ist in der jetzigen Form eigentlich untragbar", sagte Schneider. Darum seien die Sanierungsarbeiten ebenso dringend notwendig wie der Bau des neuen Forums, das im Jahr 2020 fertiggestellt werden soll. Das Gebäude soll auf einer Rasenfläche neben den alten "Hollandbauten" entstehen, die zurzeit nur noch als Lagerfläche dienen und aufgrund ihres Alters abgerissen werden. Der Bau des Forums soll aus Mitteln des Förderprogramms "Gute Schule 2020" finanziert werden und Anfang 2019 beginnen. Schulleiter Jan Pfülb, der die Mitglieder des Ausschusses durch das Schulgebäude führte, wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass für das Berufskolleg Erkelenz steigende Schülerzahlen prognostiziert würden.

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Die Bauarbeiten im Keller des Berufskollegs sind seit Februar 2017 in vollem Gange und werden von der Firma Johann Sonntag aus Geilenkirchen ausgeführt. Die 64 Jahre alte Bodenplatte war durchfeuchtet und hatte keine ausreichende Wärmedämmung. Die Betonsohle wurde bereits herausgestemmt. Nun wird eine neue Bodenplatte auf Perimeterdämmung hergestellt, die modernen Anforderungen gerecht werden soll. "Auch wenn es noch nicht so aussieht, die Fertigstellung der Rohbauarbeiten ist für Ende Mai 2017 geplant", sagte Schulleiter Pfülb während der Besichtigung der Baustelle. Komplett abgeschlossen sein soll die energetische Sanierung bis Oktober 2017. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme beziffert der Kreis Heinsberg auf 506.000 Euro. 90 Prozent davon werden aus Mitteln des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes (KInvFG) bezahlt. Wie alle Förderempfänger hat der Kreis Heinsberg für die einzelnen Maßnahmen einen Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent der förderfähigen Kosten zu erbringen.

Auf der Tagesordnung des nichtöffentlichen Sitzungsteils standen mehrere Auftragsvergaben im Zusammenhang mit der energetischen Sanierung des Berufskollegs.

(RP)