Krefeld: Neue Reihe Kammermusik im Klöske

Krefeld : Neue Reihe Kammermusik im Klöske

In Uerdingen sollen Menschen bei klassischer Musik zusammenkommen.

Schubert, Strauss und Tschaikowski bieten Gesprächsstoff. Davon ist Linus Weber überzeugt. Und der Cellist schließt dabei nicht nur Musiker und Musikkenner ein. Denn Weber will, dass ganz unterschiedliche Menschen miteinander ins Gespräch kommen, wenn sie sich bei klassischer Musik treffen. Das ist die Idee für eine neue Konzertreihe: "Kammermusik im Klöske". Der nächste Termin ist am Freitag, 1. September. Beginn: 19 Uhr.

"Wir haben den Anspruch an Qualität", sagt Weber. "Deshalb treten bei uns Profimusiker auf. Aber wir wollen die familiäre Atmosphäre pflegen." Der etwa 80 Plätze bietende Raum in der alten Klosterkapelle biete dafür den festlichen, aber ungezwungenen Rahmen. "In der Pause und nach dem Konzert kommen die Zuhörer miteinander und mit den Musikern in Kontakt. Dabei entstehen spannende Dialoge."

Die Schlaraffia Crefeldiensis will ihr "Klöske" öffnen und stellt sich und ihr Domizil vor den Konzerten kurz vor. "Es ist ein wunderschöner Raum, der sich für klassische Musik anbietet", findet Weber. Sechs Konzerte pro Jahr will er in wechselnden Kammerkonzert-Besetzungen anbieten.

Dabei werde nicht schwer zugängliche zeitgenössische Musik auf dem Plan stehen. "Wir wollen auch denen einen Zugang bieten, die vielleicht bisher keine Erfahrung mit klassischer Musik gemacht haben", formuliert Weber sein Konzept. Etwa anderthalb Stunden an einem Freitag ab 19 Uhr - das soll auch junge Leute ansprechen. "Danach ist immer noch Zeit, um in einen Club zu gehen."

Der Eintritt zu den Konzerten ist frei. "Wir wollen, dass auch Familien und Menschen mit wenig Einkommen die Abende besuchen können. Aber wir sind auf Spenden angewiesen, um die den Künstlern eine angemessene Gage, Reise- und Übernachtungskosten zu zahlen", sagt Linus Weber. Denn einen verlässlichen Sponsor hat die "Kammermusik im Klöske" noch nicht an der Seite. Im nächsten Konzert werden Linus Weber (Cello), Meghan Behiel (Klavier), Maria Popa (Mezzosopran) und Dogus Güney (Bass) Musik von Schubert, Strauss und Tschaikowski vortragen.

Konzert 1. September, 19 Uhr, Klöske, Oberstraße 29

(RP)