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Korschenbroich: Mittelstädt geht als Sparkassenvorstand, bleibt als Ehrenamtler

Korschenbroich : Mittelstädt geht als Sparkassenvorstand, bleibt als Ehrenamtler

Launig, würdig und streckenweise fast staatstragend verlief der feierliche Abschied für Dietmar Mittelstädt. Mehr als 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung, aus Sport und Kultur waren am Donnerstagabend in das Foyer der Korschenbroicher Sparkassen-Niederlassung Hindenburgstraße gekommen.

Alle wollten sich von Sparkassen-Vorstand Dietmar Mittelstädt verabschieden. Von dem Mann, der sich nach vier Dankesreden und einem zweistündigen Programm vor den Gäste mit einer tiefen Verbeugung für die ihm entgegengebrachte Wertschätzung bedankte.

Mittelstädt blickt auf 47 Berufsjahre zurück. Er kam vor 18 Jahren nach Korschenbroich, um als Direktor die damalige Stadtsparkasse nach Verlusten in Spekulationsgeschäften wieder auf Kurs zu bringen. Danach meisterte er die Fusion mit der Sparkasse Neuss. 15 Jahre gehörte er zum Sparkassenvorstand und begleitete nicht nur Kunden. Mittelstädt machte sich für das Ehrenamt stark, setzte sich für Vereine und Organisationen ein, unterstützte mit der Hilfe der Sparkassen-Stiftungen Sport, Kunst und Kultur. Diese wertvolle Unterstützung bescheinigte ihm nicht nur Korschenbroichs Bürgermeister Marc Venten. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sprach von einem guten Ergebnis für Korschenbroich, für die Wirtschaft und ihre Arbeitsplätze, für Kunst, Kultur, Sport und Bildung. "An diesem Erfolg haben Sie entscheidend mitgewirkt", wandte er sich direkt an Mittelstädt. Aber auch der Mensch und engagierte Ehrenamtler Mittelstädt stand in allen vier Reden im Mittelpunkt. Venten sprach beispielsweise vom Südniedersachen, der schnell zum Rheinländer wurde: "Lieber Dietmar Mittelstädt, Du hast Dich bei uns nicht nur eingelebt, das wäre maßlos untertrieben. Du bist ein fester Bestandteil, eine Institution in unserer Stadt geworden."

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Mittelstädt, der neben seiner Ehefrau Christa saß, drückte immer wieder ihre Hand. Er war streckenweise sehr gerührt. Da kamen ihm die musikalischen Beiträge des preisgekrönten Saxophon-Quartetts Tuta Versa gerade recht. Er nutzte seinen Abschied aber auch, um sich zu bedanken. Er überreicht Venten für das Stadtarchiv das Original einer Gründungsurkunde für den Bau "einer Bürgermeisterei Sparkasse Corschenbroich". Und für Horst Thoren, Schützenchef und Brauchtumspfleger, hielt er den sogenannten Quirinustaler bereit - eine Sonderprägung, gedacht für Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um das Schützenwesen verdient gemacht haben.

(NGZ)