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Karneval 2014 in Grevenbroich: Hemmerden ist wieder ganz närrisch

Karneval 2014 in Grevenbroich : Hemmerden ist wieder ganz närrisch

In Hemmerden sind starke Typen gefragt. Asterix, Obelix und Co. vom Grenadierzug "Vorne weg" zogen ihr unbeugsames gallisches Dorf mit sich im Karnevalszug, Robin Hood und seine Mannen von der Odenkirchener Landjugend brachten sogar den Sherwood Forest mit.

Rund 500 Teilnehmer in fantasievollen Kostümen und der Altstädter Jägerzug als Organisator sorgten für einen sehenswerten Umzug, der Tausende aus Grevenbroich, Jüchen und anderen Orten anlockte. Dennoch geht's familiär zu: So mancher Anwohner hatte Gartenstühle vorm Haus in der Sonne aufgestellt oder draußen ein Fässchen Bier angezapft.

"Helau, Alaaf un Sonnesching, hügg häste Spaß un morje Ping!!!" lautete das Moto, mit dem 40 Gruppen — darunter viele Freundeskreise — durch die Straßen zogen. Eine Gruppe junger Frauen aus Jüchen und Korschenbroich ging als "Starbucks"-Kaffeebecher mit. "Hier sind klasse Leute, ist Super-Stimmung und gibt's tolle Musik", erklärte Corinna Tesch (18). Als jecke Gärtner mit gelben Blumen auf dem Hut hatte sich die Gruppe "Jedosch Johr angisch" verkleidet. "Wir sind seit 24 Jahren ununterbrochen im Hemmerdener Zug dabei", schildert Edelgard Drube. "Unsere erwachsenen Kinder sind dabei und bringen auch ihre Freunde mit." Ein prachtvolles Schloss aus "Tausend und einer Nacht" hatten die "Aldenhovener Holzköppe" gebaut. Dahinter rollte ein Kamel auf Rädern mit, liefen Prinzessinnen und andere Märchengestalten. "Die Kostüme sind selbst gefertigt", sagte Michael Geilenkirchen, während der Zug für wenige Sekunden stoppte. Dann ging's weiter, wurden eifrig Kamelle geworfen oder den Kleinen direkt in die Beutel gelegt. Während der vierjährige Nils im Spyderman-Kostüm und die fünfjährige Zoe eifrig Bonbons sammelten, betonte in der Reihe dahinter Kerstin Moritz: "In Hemmerden gibt es den besten Karnevalszug." Die 43-Jährige hatte sich mit einer ganzen Schar von Verwandten am Straßenrand postiert.

Zufrieden war auch Michael Aretz vom Altstädter Jägerzug, der mit Michael Drube die organisatorischen Fäden in der Hand hielt. Und er betonte: "Wir denken über alle Auflagen hinaus an die Sicherheit. Nicht nur die Wagen sind verkleidet, sondern auch die Traktoren, damit Zuschauer nicht gegen die Reifen laufen können."

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