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Goch: Auf gutem Weg in Asperden

Goch : Auf gutem Weg in Asperden

Mit einem festlichen Dankamt wurde in Asperden das Goldene Jubiläum von Günter Leuken begangen: Vor 50 Jahren war der Seelsorger zum Priester geweiht worden. Die Predigt hielt Professor Dr. Arnold Angenendt.

GOCH-ASPERDEN Schon zu Lebzeiten hat man als besondere Wertschätzung einen Weg nach ihm benannt: In Asperden gibt es den Günter-Leuken-Weg. Jetzt konnte der ehemalige Pfarrer, der von 1974 bis 2008 in St. Vincentius Asperden-Nierswalde wirkte, sein Goldenes Priesterjubiläum feiern.

Bei einem festlichen Dankamt, das vom Pfarr-Cäcilienchor mitgestaltet wurde, kam der Jubilar mit zahlreichen Gläubigen aus Asperden und Umgebung im Gotteshaus zusammen, das mit Kerzen und Blumen wunderbar geschmückt war. Mit Pfarrer em. Leuken zelebrierten Pfarrer Dr. Heinrich Knechten, Pater Bogdan Anzorge SVD und Professor Dr. Arnold Angenendt die Eucharistie. Auch die Diakone Christoph Huismann, Aloys Pfalsdorf und Gerd-Josef Niederée, der den Goldjubilar und die Gemeinde begrüßte, standen am Altar. In seiner Festpredigt erinnerte Professor Arnold Angenendt an das Ende einer Semesterprüfung, die er gemeinsam mit Günter Leuken absolvierte. Damals stellte der prüfende Professor fest, dass die anwesenden Studenten noch nicht fähig seien zu studieren. Während sich Angenendt am Boden zerstört fühlte, sei dem fidelen Leuken nichts anzumerken gewesen. Das habe ihn ermutigt, weiter zu studieren, und dafür sei er noch heute dankbar. "Ein Pastor nimmt Anteil an der ganzen Lebensbreite", sagte der Festprediger, "an Geburt und Tod, an Freude und Leid." Dafür müsse man eine große innere Einstellung haben.

In einer Studie über das Mittelalter sei Angenendt zu der Erkenntnis gekommen, dass das Dorf einen Pastor wollte, der Anteil am Leben nahm. Ziel sei die Selbstchristianisierung der Menschen gewesen. Im Hinblick auf das Sonntagsevangelium sprach der Geistliche die zehn Gebote als das Urgesetz für alle Menschen an. Im Evangelium wurde auch der Versöhnungsgedanke angesprochen: "Von einem mittelalterlichen Pastor wurde erwartet, dass er Frieden stiftete." Pastor Leuken bezeichnete die 34 Jahre in Asperden als eine wichtige Zeit seines Lebens. Gott habe ihm einen guten Weg geschenkt und gute Begleiter gegeben.

Zu den Klängen des Tambourcorps ging es nach der Messe zum Pfarrheim, wo die Messdiener gratulierten, die Kinder des Kindergartens als Zwerge tanzten, der Kirchenchor ein Ständchen brachte und das Tambourcorps noch einmal aufspielte.

"Es war richtig schön"

Für den Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat sprach Annette Hemmers. Sie zitierte den Psalm: "Der Eifer für mein Haus hat mich verzehrt." Sie verglich das Amt des Pastors mit einem Busfahrer. Omnibus komme aus dem Lateinischen und heiße "für alle". So habe Pastor Leuken immer seinen Dienst in Asperden gesehen. "Es war richtig schön", fasste der Jubilar seine Empfindungen zusammen.

(RP)