Rees: Aus für den Weihnachtsmarkt

Rees: Aus für den Weihnachtsmarkt

Die Holzbuden bereiten der Reeser Werbegemeinschaft (RWG) weiter große Magenschmerzen. Bekanntlich hatte bereits die Anschaffung der 15 Hütten vor einigen Jahren ein großes Loch in die Kasse gerissen. Und da der Auf- und Abbau der Buden aufwändig und teuer ist, ist es kaum möglich, beim Weihnachtsmarkt kostendeckend zu wirtschaften.

Mehrere tausend Euro kostet es alleine, bis Buden und Beleuchtung stehen. Und dann ist noch nicht einmal ein einziger Programmpunkt oder die Bühne bezahlt.

"Kosten bei einem Weihnachtsmarkt zu sparen, ist kaum möglich", meinte die RWG-Vorsitzende Renate Belting. Daher gab es bei der Versammlung der RWG eine lange Diskussion um den Weihnachtsmarkt, was eigentlich auch eine Diskussion über die Zukunft der Buden darstellte. "Wir können uns den Weihnachtsmarkt einfach nicht mehr leisten und sollten überlegen, eine Pause einzulegen", sagte Stefan Belting. Eine Ansicht, der sich die große Mehrheit der anwesenden Mitglieder anschloss.

Zu groß war das Minus

Damit steht fest, dass es in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt geben wird. Zu groß war das Minus im letzten Jahr, was aber auch daran lag, dass die Organisatoren extremes Pech mit dem Wetter hatten. "Es gibt einfach inzwischen ein zu großes Angebot im Umkreis, da wird es schwer, ein attraktives und gleichzeitig bezahlbares Programm bieten zu können, das die Besucher nach Rees zieht", so Jupp Bockem.

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Einig waren sich die RWG-Mitglieder allerdings auch, dass sie auf jeden Fall am verkaufsoffenen Sonntag in der Adventszeit festhalten wollen. Ein Arbeitskreis soll ein Konzept für ein kleines Rahmenprogramm entwickeln.

Was die Holzbuden anbelangt, soll jetzt ein Schluss-Strich unter das Kapitel gezogen werden. Die RWG will versuchen, die Hütten nun zu verkaufen. Zunächst will sich die Vorsitzende Renate Belting einen Überblick verschaffen, was dafür noch verlangt werden kann. Sie hatten damals rund 1100 Euro pro Stück gekostet.

Während der Weihnachtsmarkt gestrichen wurde, hält die RWG an die anderen bewährten Veranstaltungen fest. Am 24. Mai findet das Stadtfest statt, am xxx das Rheinfest mit Wahl der Reeser Rheinkönigin. Beim Stadtfest setzt die RWG wieder auf die Beteiligung der Vereine, eine erste Anfrage sei bereits auf gute Resonanz gestoßen hieß es. Deutlich wurde auch, dass die beiden Großveranstaltungen recht günstig realisiert werden können und daher auch in Zeiten knapper Kassen nicht zur Debatte stehen.

Beim Stadtfest soll es für die Verlosung jetzt eine Auktion auf dem Markt geben. Die Artikel dafür sollen über die RWG-Mitglieder zusammengetragen und vorher in einem Schaufenster präsentiert erden. Und auch die Holzbuden sollen beim Stadtfest zum Einsatz kommen. Angedacht ist, eventuell auch eine Hütte zu versteigern

Hier geht es zur Infostrecke: Die Weihnachtsmärkte in Emmerich und Rees 2017

(RP)