Emmerich: Rheinpark: Neuer Kompromiss vor Gericht

Emmerich: Rheinpark: Neuer Kompromiss vor Gericht

Der Streit um den Rheinpark in Emmerich ist beigelegt. Das Aktionsbündnis "Mehr Bäume für Emmerich" und die Stadt haben sich am Mittwoch vor dem Verwaltungsgericht in Düsseldorf auf einen Kompromiss geeinigt. Jetzt werden nur noch 20 Bäume gefällt - acht bis neun davon sind ohnehin krank.

Als Ausgleich für die gefällten Bäume werden Neuanpflanzungen geplant. Und zwar keine kleinen, sondern durchaus größere. Sieben Linden sollen zudem an die Hochwasserschutzmauer am Parkring gesetzt werden.

Baumchirurg für die Trauerweide

Im Park soll sich auch ein Baumchirurg um die alte Trauerweide kümmern, eine neue wird zudem gepflanzt. Und außerhalb des Parks pflanzt die Stadt noch einmal 34 neue Bäume. Wo die stehen sollen, können die Baumfeunde mitbestimmen.

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Die Baumfreunde hatten vor dem Verwaltungsgericht in Düsseldorf Klage eingereicht, weil der Rat der Stadt Emmerich das Bürgerbegehren für nicht zulässig erklärt hatte. Damit geriet jedoch die ganze Umgestaltung des Rheinparks, die mit den Mitteln des Konjunkturpaketes II finanziert werden soll, in Gefahr. Denn nach dem neuen Bundesnaturschutzgesetz dürfen nur noch bis zum 1. März Bäume gefällt werden.

Jetzt versucht die Stadt Emmerich eine Ausnahmegenehmigung beim Kreis Kleve zu bekommen. Ansonsten werden andere Maßnahmen des Projektes - wie zum Beispiel die Ausschreibung - vorgezogen.

Mehr dazu am Donnerstag in der Rheinischen Post.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Umgestaltung des Rheinparks - eine Chronologie der Ereignisse