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Duisburg: Klinikum: Kämmer wehrt sich

Duisburg : Klinikum: Kämmer wehrt sich

Der von Sana in der vergangenen Woche kritisierte Sanierungsstau im Klinikum Duisburg und der mit einer roten Null vorgestellte Jahresabschluss hat jetzt in Politik und Verwaltung eine Kontroverse ausgelöst. Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt, Rainer Enzweiler, hatte wie berichtet in diesem Zusammenhang den Kämmerer Dr. Peter Langner kritisiert, der auch im Aufsichtsrat des Klinikums Duisburg sitzt.

Er hätte über die finanzielle Situation des Krankenhauses informiert sein müssen, sagte Enzweiler. Stattdessen habe Langner im Rat vollmundig die feste Überzeugung bekundet, dass das Klinikum Duisburg die dringend notwendigen Investitionen zur Behebung des aufgelaufenen Sanierungsstaus in Höhe von bis zu 120 Millionen Euro aus dem laufenden Geschäftsbetrieb würde stemmen können. Gestern nun äußerte sich Langner schriftlich zu den Vorwürfen des CDU-Politikers. Er als Beteiligungsdezernent und Aufsichtsratsmitglied befinde sich in einem kontinuierlichen, intensiven Dialog sowohl mit der Geschäftsleitung des Klinikums als auch mit den Vertretern des Mitgesellschafters Sana.

"Zentrale Inhalte dieser von mir im Übrigen mit Rücksicht auf die Wettbewerbssituation des Hauses vertraulich geführten Gespräche sind selbstverständlich die wirtschaftliche Lage sowie die daraus abgeleiteten Handlungsnotwendigkeiten für die Zukunft", erklärte Langner. So habe er die Geschäftsführung unter anderem um die Erarbeitung eines Handlungskonzepts gebeten, wie dem viel zitierten Sanierungsstau abgeholfen werden könne. Zur Finanzierung der dringend anstehenden Sanierung des Krankenhauses erklärte Langner: "Die Frage nach der Finanzierung wird sich überhaupt erst dann stellen, wenn ein inhaltlich und zudem mit den finanziellen Möglichkeiten der Klinikum GmbH abgestimmtes Handlungskonzept vorliegt."

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Hans-Joachim Ehrhardt, Geschäftsführer des Klinikums Duisburg, dagegen sieht aufgrund der finanziellen Situation keine Chance, die notwendigen Sanierungen durchzuführen, ohne dass Sana die Kosten übernimmt. Doch der private Investor werde aufgrund der Mehrheitsverhältnisse die Investitionen nicht allein vornehmen. Langner hält dagegen, dass bei baulichen Investitionen eine zumindest anteilige Darlehensfinanzierung im allgemeinen Geschäftsleben zu den üblichen Finanzierungsoptionen gehöre.

(jün)