Düsseldorf: Zwei Unfälle hinternander auf A59

Düsseldorf: Zwei Unfälle hinternander auf A59

Zwei Crashs, ein Schwerverletzter, mehr als 100.000 Euro Schaden - die Feuerwehr sieht einen Zusammenhang.

Die Aufräumarbeiten waren noch im Gange, da krachte es unmittelbar vor der Unfallstelle ein weiteres Mal. Auf der A 59 in Höhe Rastplatz Berghausen in Fahrtrichtung Leverkusen hat es bei zwei Zusammenstößen von insgesamt drei Lkw und einem Pkw einen Schwerverletzten gegeben. Der erste Unfall ereignete sich laut Polizei am späten Dienstagabend gegen 22.35 Uhr, der zweite nur etwa eine Stunde später. Die Autobahn musste zwischen den Anschlussstellen Richrath und Monheim in Richtung Leverkusen mehrmals komplett gesperrt werden, den Gesamtschaden an den Fahrzeugen schätzt die Langenfelder Feuerwehr auf mehr als 100.000 Euro.

Bei dem ersten Unfall fuhr ein 41-jähriger Düsseldorfer mit seinem Kleintransporter kurz hinter dem Rastplatz auf einen Honda SUV auf. Warum, ist laut Polizei noch ungeklärt. "Durch den Aufprall kam der Honda nach rechts von der Fahrbahn ab, prallte gegen die Schutzplanke und blieb dann auf dem rechten Fahrstreifen stehen", berichtet Pressesprecherin Anja Kynast vom zuständigen Polizeipräsidium Düsseldorf. Der Fahrer des im Heckbereich völlig zerstörten SUV, ein 84-jähriger Düsseldorfer, wurde schwer verletzt.

"Zum Glück war er nicht eingeklemmt, so dass er schnell medizinisch versorgt und mit Notarztbegleitung ins Krankenhaus gebracht werden konnte", berichtet Feuerwehr-Einsatzleiter Christoph Roschinski. Seine Männer halfen außerdem bei der Beseitigung von ausgelaufenen Betriebsstoffen. Beide Autos mussten abgeschleppt werden. Offizielles Einsatzende war gegen 23.30 Uhr.

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"Als es zu dem zweiten Unfall kam, waren die Säuberungsarbeiten durch Straßen NRW aber noch nicht ganz abgeschlossen. Warnlichter blinkten noch auf", schildert Roschinski die Situation. Er hält deshalb einen Zusammenhang beider Unfälle für wahrscheinlich. Möglicherweise sei einer der am zweiten Crash Beteiligten durch die Lichter irritiert gewesen.

Dieser Unfallhergang stellt sich laut Polizei und Feuerwehr wie folgt dar: Kurz vor dem Rastplatz Wolfhagen, etwa 200 Meter vor der ersten Unfallstelle, kollidierten gegen 22.40 Uhr zwei Lkw miteinander. Ob bei einem Überholvorgang oder nicht, ist der Polizei ihrer Sprecherin zufolge nicht bekannt. Verletzt wurde niemand, doch der Schaden war erheblich und dürfte nach Schätzung der Feuerwehr im sechsstelligen Euro-Bereich liegen. Durch den heftigen Zusammenstoß wurde der Dieseltank des einen Lkw völlig zerstört. Der Auflieger des anderen wurde auf mehreren Metern aufgerissen.

Weil sehr viel Diesel auslief, streute die Feuerwehr die Fahrbahn großflächig ab. Auch Trümmerteile und herausgefallenes Ladegut mussten beseitigt werden. Entsprechend lange dauerte die Vollsperrung in Fahrtrichtung Leverkusen. "Insgesamt waren wir bis gegen drei Uhr morgens mit 21 Kräften - nach zehn beim ersten Unfall - im Einsatz", resümiert Langenfelds Feuerwehr-Mann Roschinski.

(gut)