Hellerhof: Neuer Pächter für das Hellerhofer "Hotte-Hü"

Hellerhof: Neuer Pächter für das Hellerhofer "Hotte-Hü"

Thorsten Rohm arbeitete zunächst als Koch unter den Gutshof-Eigentümern Stefanie und Wilhelm Münch.

Ein Hufeisen mit dem Schriftzug Hotte-Hü ziert den Eingang direkt an der Terrasse. Im Gastraum ist von den Tischen der Blick in die Reithalle von Gut Hellerhof frei. Seit zehn Jahren betreiben Stefanie und Wilhelm Münch die Reitanlage. Vier Jahre lang bewirtschafteten sie zudem die angeschlossene Gastronomie. "Wir haben das nebenbei gemacht", sagt Stefanie Münch. Damals wurden sie quasi über Nacht zu Gastronomen, neben der Arbeit in Landwirtschaft und Pferdezucht. Doch seit ein paar Monaten ist die Mehrfachbelastung vorbei. Jetzt kann sich das Paar wieder ganz dem Hof, den Tieren und vielen anderen Aufgaben widmen. "So ein Hof ist eine Lebensaufgabe", sagt Stefanie Münch.

Eine große Aufgabe hat auch der neue Pächter Thorsten Rohm gefunden. Er arbeitete seit dem Sommer 2016 als Koch im Team der Münchs. "Es war Zufall", sagt er. Die Selbstständigkeit sieht er als Chance und greift zu, als Stefanie Münch ihn im Sommer 2017 fragt, ob er mehr machen wolle. Jetzt läuft das beliebte Restaurant und Café unter seiner Leitung. Die alte Mannschaft blieb bestehen, einige Aushilfen kamen hinzu. Sein Gastronomiekonzept bezeichnet Thorsten Rohm als "gutbürgerlich und Cross-over".

Die Schnitzel sind frisch paniert, Steaks - für viele der Renner - und auch Burger stehen auf der Karte. Dort finden sich neben der Gambas-Bombe mit einem Kilo Gambas (23,90 Euro) etwa auch die "Penne Hotte-Hü" mit Hähnchenbrust, Zucchini, Wiesenchampignons, Pinienkernen, Basilikum-Pesto und Parmesan (12,80 Euro). Am ersten Sonntag im Monat steht von 10 bis 14 Uhr ein Brunch auf dem Programm. Mal gibt es einen Spezialtag mit Paella oder montags Schnitzel für 9,90 Euro. Neben der festen Speisekarte hält die Hotte-Hü-Wochenkarte immer wieder saisonal Neues bereit. "Jetzt ist der Spargel dran", sagt Thorsten Rohm.

Der Chef kauft selbst ein, er möchte die Ware vorher sehen, riechen und begutachten: "Ich kaufe einfach sehr gern ein", sagt er. Gelernt hat Thorsten Rohm sein Handwerk im Restaurant Rossini an der Kaiserstraße in Düsseldorf. Es folgten Stationen beim Café Einstein und Café Mierscheid am Rande des Regierungsviertels in Berlin.

In Hellerhof geht es viel ruhiger zu als in der Hauptstadt. Die Pferde grasen auf der Weide, in der Reithalle wird auch mal wild galoppiert. Pferd und Reiter in anmutiger Einheit, ein schöner Blick bei Kaffee und Kuchen. Nachmittags startet das "Hotte-Hü" um 15 Uhr. Favorit der Gäste: die Käse-Sahne-Torte mit Mandarinen. Apfelstrudel, Waffeln und Kuchen ergänzen das Angebot.

Thorsten Rohm schätzt die besondere und idyllische Lage seines Restaurants: "Es ist eine ruhige Ecke", sagt er. Im Sommer lädt die großzügige Terrasse zum Verweilen ein, sogar Cocktails sind im Angebot.

(sime)