Dormagen: Vorschulkinder bauen eigene kleine Wasser-Filteranlage

Dormagen: Vorschulkinder bauen eigene kleine Wasser-Filteranlage

In einem Workshop der evd lernten die Kinder viel über Trinkwasser und darüber, wie man es nach Gebrauch wieder sauber bekommt.

Wofür sauberes Trinkwasser gebraucht wird und vor allem, wie man es nach Gebrauch wieder sauber bekommt - darüber wissen die Vorschulkinder der Kita Sonnenblume an der Heesenstraße jetzt bestens Bescheid. Sie hatten Besuch von der Energieversorgung Dormagen (evd) und vom Umweltpädagogen Carsten Schultz von der Deutschen Umweltaktion. "Wir wollen bei den Kindern ein Bewusstsein für den Umweltschutz schaffen", sagte Carina Backhaus, Leiterin der Unternehmenskommunikation der evd. Seit 2009 bietet die evd allen Kitas in Dormagen dieses Projekt an, worauf sie viel positive Resonanz bekommt.

Bei den Fünf- und Sechsjährigen kam der Workshop "Unser Trinkwasser" sehr gut an. Nachdem geklärt wurde, wofür sauberes Wasser überhaupt gebraucht wird, zeigte Schultz kurz anhand eines Bildes den Weg des Wasserkreislaufs - natürlich in sehr vereinfachter Version. Nach einigen praktischen Versuchen zum Thema Wasser-Oberflächenspannung durften die Kinder endlich selbst etwas basteln. Aus einer Plastikflasche, etwas Watte, Kieselsteinen und Sand entstand eine kleine Kläranlage. Dazu wurde die Flasche halbiert, die Watte in den Deckel gestopft und dann abwechselnd eine Schicht Kieselsteine und eine Schicht Sand rein gefüllt. Obendrauf noch mal ein paar Kieselsteine - fertig. Schultz rührte Erde in sauberes Wasser. Niemand glaubte, dass das Wasser wieder trinkbar wurde, wenn es durch die Filteranlage gelaufen ist. Der Deckel wurde abgedreht und die obere Hälfte der Flasche mit der Öffnung nach unten in die untere Hälfte gestellt. Schultz füllte etwas dreckiges Wasser hinein, und nach einigen Sekunden tropfte Wasser durch die Watte. "Es ist sauber", bemerkten die Kinder erstaunt. "Die Kinder nehmen den Workshop gut an, vor allem, weil sie sehen, dass das, was sie machen, einen Effekt hat", erzählte Backhaus. Schultz erklärte, warum es so wichtig ist, dass alle auf die Umwelt achten, und dass Müll, der einfach in die Landschaft geworfen wird, eben auch das Trinkwasser verschmutzt.

  • Dormagen : Vorübergehend härteres Trinkwasser in Dormagen

Zum Abschluss gab es noch eine Badeente, damit niemand mehr allein in die Badewanne muss, und ein kleines Wasserlabor von der evd, mit dem die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern unter anderem den pH-Wert und die Kalkhaltigkeit ihres Wassers zu Hause messen können. Stolz nahmen sie ihre Geschenke in Empfang. Mit ihrer Filteranlage wollen sie in der Kita oder zu Hause noch weitere Versuche, auch mit gefärbtem Wasser, machen.

(NGZ)