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Dormagen: Stürzelberg-Pläne in der Kritik

Dormagen : Stürzelberg-Pläne in der Kritik

Die Verwaltung hat Pläne ausgearbeitet, wie in den Gärten der Häuser zwischen der Feld- und Schulstraße bis zu 59 Häuser entstehen könnten. Im Internet sind der Plan und die Auswertung der Eigentümer-Befragung zu sehen.

Die Stadtverwaltung hat erste Pläne für eine nachträgliche bauliche Verdichtung des Bereichs zwischen Feld-, Biesenbach-Schul- und Fahrtstraße erarbeitet. In den Gärten im Stürzelberger Osten könnten bis zu 59 Häuser entstehen. Im Internet wurden jetzt mit den Unterlagen zum Planungsausschuss, der am 2. Februar um 17 Uhr beginnt, auch zwei Pläne veröffentlicht, auf denen der Bebauungsvorschlag BP 347 und ein Abstimmungsergebnis mit Kritikern und Befürwortern zu sehen sind (www.buergerinfo.dormagen.de/vo0050.php?__kvonr=7182&voselect=13769). Auf einer Informationsveranstaltung konnten die Eigentümer Fragebögen ausfüllen, die die Verwaltung jetzt ausgewertet hat (die NGZ berichtete).

Laut der Auswertung der Eigentümer-Angaben durch die Verwaltung stehen viele Besitzer den Plänen positiv (15) oder neutral (6) gegenüber. Allerdings gibt es 33 Kritiker, davon jedoch nur zehn mit Grundstücken im Plangebiet. Drei Kritiker, deren Teilgrundstücke an der Feldstraße für Straßen und Häuser nötig wären, sollen nochmals kontaktiert werden. Während die Befürworter ihre Zustimmung mit Verkaufsabsichten, Bebauungswünschen oder einer zu aufwendigen Gartenpflege begründeten, befürchten die Bebauungsgegner eine ökologische und optische Beeinträchtigung, eine Wertminderung ihrer Häuser und Verkehrsprobleme, was alles zur Beeinträchtigung ihrer bisherigen Lebensqualität führen würden.

Neben der Ausweisung neuer Baugebiete versucht die Stadt Dormagen, mit der nachträglichen Bebauung freistehender Innenflächen Platz für neue Häuser und damit den Zuzug junger Familien zu schaffen. Im Karree zwischen Feld-, Biesenbach-, Schul- und Fahrtstraße handelt es sich um ein Plangebiet von 29 247 Quadratmetern, davon 20 685 Quadratmeter Wohnbaufläche. Geplant sind bis zu 59 Wohneinheiten, davon 38 Doppelhaushälften und 21 Einfamilienhäuser. 5324 Quadratmeter würden für Verkehrsflächen benötigt, 1554 Quadratmeter entfielen auf Grünflächen. Dazu könnte in Richtung Schulstraße ein zweiter Bauabschnitt mit weiteren zwölf Einheiten kommen.

Noch sind das erste Pläne, wie Pressesprecher Swen Möser erklärte. Und Stadtplaner Gregor Nachtwey betonte, dass niemand gezwungen werde, seinen Garten abzugeben oder zu bebauen. Falls es zu einer Änderung des Bebauungsplanes kommt, müssten jedoch für Straßen und Anschlüsse je nach Lage einige Meter der Grundstücke im Umlegungsverfahren abgegeben werden.

Der Planungsausschuss entscheidet am 2. Februar, ob das Aufstellungsverfahren des Bebauungsplanes Nummer 347 weitergeführt wird. Eine kurzfristige Umsetzung in den nächsten zwei Jahren ist laut Verwaltung unwahrscheinlich.

(NGZ)