Dinslaken: BAP spielt beim Fantastival - unplugged

Dinslaken: BAP spielt beim Fantastival - unplugged

Der Freilicht AG ist ein echter Coup gelungen: Im Rahmen ihrer Unplugged-Tour machen die Kölschrocker um Wolfgang Niedecken am 25. Juli 2014 in Dinslaken Halt. Der Vorverkauf für das Konzert im Burgtheater läuft.

Es war eines der großartigsten Konzerte, die das Publikum je im Dinslakener Burgtheater erleben durfte: Vor 2100 Zuschauern ließen es BAP im August 2009 drei Stunden lang richtig krachen. "Wir kommen wieder!" versprach Niedecken nach dem Konzert. Jetzt macht er sein Versprechen wahr. Der Freilicht AG ist es gelungen, die Kölsch-Rocker erneut für ein Fantastival-Konzert nach Dinslaken zu holen. Diesmal ziehen Wolfgang Niedecken und seine Jungs den Stecker. Das ist ein Plan, der lange schon gefasst war, dessen Realisierung sich aber, zum Leidwesen von so manchem Fan, immer wieder verzögert hat. Nur einzelne Unplugged-Auftritte fanden bisher statt, über die Jahre verstreut und oft nur einem kleinen Publikum zugänglich.

Mit der Tournee 2014 ergibt sich nun für alle Dinslakener die Gelegenheit, im Burgtheater Niedeckens BAP einmal von einer ganz anderen Seite zu erleben – akustisch, nah und mit einem ganz neuen Programm, das sowohl selten gespielte Songs wie natürlich auch reichlich Klassiker enthalten wird.

  • Fotos : Wolfgang Niedecken besucht Ausstellungseröffnung

Das Repertoire der Konzerte speist sich aus den siebzehn BAP-Studioalben sowie aus Wolfgang Niedeckens insgesamt vier Solo-LPs, deren neueste im Dezember 2012 mit namhaften amerikanischen Musikern in Woodstock eingespielt wurde. Sie wurde im Herbst 2013 veröffentlicht. Parallel dazu erschien nach dem Spiegel-Bestseller "Für 'ne Moment" mit "Zugabe: Die Geschichte einer Rückkehr" bei Hoffmann und Campe ein weiteres autobiographisches Buch Wolfgang Niedeckens. Weit davon entfernt, nur eine ruhigere Lesart des längst legendären "Affrockens" zu sein, unterzieht das neue Programm das Material einer eigenständigen Interpretation. Was eben noch Rock und Blues gewesen ist, kann nun Folk und Ballade werden.

Die veränderten Arrangements, die veränderten Instrumentierungen und Klangfarben führen den Songs auch eine neue inhaltliche Dimension zu. Plötzlich verwandelt sich Wut in Melancholie, Anklage in ein der Ratlosigkeit abgetrotztes Gegenhalten und Hochstimmung in die leise Zuversicht, dass doch noch alles gut wird. BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken, der seit mittlerweile 37 Jahren den Kölner Dialekt zum Funkeln bringt und ihm eine vorher ungekannte thematische Vielfalt und literarische Qualität eröffnet hat, wird viel zu erzählen haben, und es wird viel mitzuerleben und nachzufühlen geben.

(RP)
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