Fotowettbewerb: "Allee des Jahres 2010" gekürt

Fotowettbewerb : "Allee des Jahres 2010" gekürt

Berlin /Vipperow (RPO). Zum "Tag der Allee" am Mittwoch hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die "Allee des Jahres 2010" gekürt. Aus über einhundertfünfzig Beiträgen eines Fotowettbewerbes wählte die Jury eine Kastanienallee in Solzow bei Vipperow in Mecklenburg-Vorpommern zur Siegerin.

Die Allee sei beispielhaft für alte Alleen im ländlichen Mecklenburg, die noch nicht dem Straßenbau zum Opfer gefallen seien. Mit ihrem mächtigen Blätterdach biete sie Unterschlupf für zahlreiche Insekten und Vögel, so die Begründung der Jury.

Die "Allee des Jahres 2010" weise zudem auf die deutschlandweite Bedrohung von Alleebäumen hin. So litten die Rosskastanien unter der Kastanienminiermotte, die die Bäume schwäche und die Blätter braun färbe. Die zunehmende Verbreitung der Motte wird auf Klimaveränderungen zurückgeführt. Auch der Straßenbau, rigorose Schnittmaßnahmen und Tausalze des Winterdienstes trügen zur Alleen-Gefährdung bei.

Ulrike Mehl, stellvertretende BUND-Vorsitzende: "Mit der Prämierung der "Allee des Jahres" wollen wir auf die deutschlandweite Gefährdung von Alleebäumen aufmerksam machen. Alleen filtern Schadstoffe aus der Luft, verbinden natürliche Lebensräume und sind oft Zufluchtsstätten gefährdeter Tierarten. Damit leisten sie einen großen Beitrag für den Umwelt- und Naturschutz."

Touristenattraktion "Deutsche Alleenstraße"

Der Alleenschutz habe auch große Bedeutung für den Tourismus in manchen Regionen. So sei die "Deutsche Alleenstraße" mit knapp 3000 Kilometern über zehn Bundesländer von der Ostsee bis zum Bodensee ein Touristenmagnet. Laut ADAC sind hier jährlich rund 25.000 Urlauber unterwegs. Mit 17.000 Streckenkilometern seien Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg ein "Paradies für Alleenliebhaber". Die ältesten Bäume seien dort über 250 Jahre alt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Alleen des Jahres 2010

(mais)