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Deutscher Alterssurvey: Jeder Siebte ab 46 Jahren fühlt sich einsam

Deutscher Alterssurvey : Jeder Siebte ab 46 Jahren fühlt sich einsam

Einer Umfrage zufolge wächst mit der Corona-Pandemie das Gefühl der Einsamkeit in der älteren Bevölkerung. Im Sommer 2020 lag der Anteil einsamer Menschen im Alter von 46 bis 90 Jahren bei knapp 14 Prozent und damit 1,5-mal höher als in den Vorjahren.

Das geht aus dem Deutschen Alterssurvey hervor. In der Altersgruppe der 46- bis 55-Jährigen berichteten sogar 16,4 Prozent von Einsamkeit. In den Vergleichsjahren 2017 und 2014 fühlten sich in der gesamten Gruppe etwa 9 Prozent einsam. Das höhere Einsamkeitsempfinden betreffe dabei Frauen und Männer, Menschen mit hoher oder niedriger Bildung etwa gleich stark, hieß es weiter. Auch enge soziale Beziehungen oder gute Kontakte zu den Nachbarn schützen der Befragung zufolge nicht vor dem Anstieg des Einsamkeitsrisikos in der ersten Welle der Pandemie.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) wies auf Angebote für Senioren hin und rief zur gegenseitigen Hilfe auf. "Einsamkeit ist gerade in Pandemie-Zeiten zu einem Thema geworden. Das gilt für alle. Aber gerade ältere Menschen, die unter Einsamkeit leiden, werden oft nicht gesehen", sagte Giffey. Das soziale Netz der Betroffenen sei meist recht klein, und während der Pandemie seien die Kontakte zusätzlich eingeschränkt. "Deshalb ist es so wichtig, dass jeder von uns aufmerksam bleibt und ältere Menschen zum Beispiel in der Nachbarschaft oder im Bekanntenkreis nicht vergisst", so Giffey.

Der Deutsche Alterssurvey (DEAS) ist eine repräsentative Quer- und Längsschnittbefragung von Personen in der zweiten Lebenshälfte. Im Rahmen der Studie werden seit mehr als zwei Jahrzehnten Menschen auf ihrem Weg ins höhere und hohe Alter regelmäßig befragt. An der schriftlich-postalischen Befragung im Juni und Juli des vergangenen Jahres nahmen 4762 Personen im Alter von 46 bis 90 Jahren teil.

(felt/kna)