1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld

Krefeld: Zahl der Corona-Infektionen leicht gesunken

Impfungen mit dem Astrazeneca-Präparat sehr gut angelaufen : Zahl der Corona-Infektionen leicht gesunken

Die vom Robert-Koch-Institut ermittelte Inzidenz wird aktuell mit 57 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen angegeben. Am Sonntag hatte der Inzidenzwert für Krefeld noch 67 betragen.

Zum Wochenanfang, Montag, 22. Februar (Stand: 0 Uhr), ist die Zahl der Corona-Infektionen in Krefeld leicht gesunken. 184 Personen sind aktuell erkrankt – 26 weniger als am Sonntag. 6.792 Menschen gelten als genesen (Sonntag: 6.759). Innerhalb von 24 Stunden haben sich sieben weitere Krefelder mit dem Virus angesteckt: Die Gesamtzahl positiver Tests liegt nunmehr bei 7.103. Die vom Robert-Koch-Institut ermittelte Inzidenz wird jetzt mit 57 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen angegeben. Am Sonntag hatte der Inzidenzwert noch 67 betragen. Bis dato wurden in Krefeld 42.045 Erstabstriche vorgenommen, 174 davon sind noch offen. 23.718-mal war eine Quarantäne erforderlich oder wurde angeraten.

In den hiesigen Krankenhäusern werden aktuell noch 20 Krefelder mit Symptomen einer Corona-Infektion behandelt. Sechs von ihnen liegen auf einer Intensivstation und müssen künstlich beatmet werden. An der Kita SieKids an der Adolf-Dembach-Straße ist ein Fall von Covid-19 aufgetreten. 18 Kontaktpersonen müssen sich bis Anfang März in eine häusliche Quarantäne begeben.

Die Impfungen mit dem Astrazeneca-Präparat im Krefelder Impfzentrum sind sehr gut angelaufen. Das berichtet Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen nach der jüngsten Sitzung des Corona-Krisenstabs im Krefelder Rathaus. Rund 700 Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs sind in Krefeld bis Freitag verabreicht worden, nur fünf Personen haben bisher ihren vorgesehenen Impftermin nicht wahrgenommen. Von den 330 Impflingen, die für Donnerstag eingeladen waren, sind sogar 100 Prozent erschienen. „Die Tendenz aus anderen Kommunen, dass dieses Impfstoffangebot weniger gefragt ist, können wir in Krefeld nicht feststellen“, sagt Lauxen.

Schon die erste der zwei Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca kann einer vorläufigen Datenauswertung zufolge das Risiko eines Klinikaufenthalts wegen Covid-19 wohl um bis zu 94 Prozent reduzieren. Das geht aus einer Analyse mehrerer schottischer Universitäten und der Gesundheitsbehörde Public Health Schottland hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Das Vakzin von Biontech und Pfizer reduziert das Risiko einer Hospitalisierung mit der ersten Dosis demnach um rund 85 Prozent.

Der Astrazeneca-Impfstoff wird im Land NRW an jene Berufsgruppen verteilt, die nach der Corona-Impfverordnung Priorität genießen. Dazu gehören das Personal von ambulanten Pflegediensten und Betreuungsdiensten sowie Alltagsbetreuer für Senioren, weiter auch Personal von Tageseinrichtungen sowie Wohngemeinschaften, Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige in Hospizen sowie Rettungsdienstpersonal.

Aktuell ist das Impfzentrum auf dem Sprödentalplatz um 20 Container erweitert worden, damit künftig separate Impfräume für die Astrazeneca-Impfung zur Verfügung stehen. In den ersten Tagen wurden für die Astrazeneca-Impfungen freie Zeitfenster im bestehenden Impfzentrum genutzt. Die Stadt Krefeld erwartet, dass mit weiteren zur Verfügung stehenden Impfstoffmengen der Betrieb im Impfzentrum deutlich zunehmen wird. „Wir warten jetzt auf weitere Astrazeneca-Lieferungen“, so die Gesundheitsdezernentin, die weiterhin ankündigt, dass im März mit dem Moderna-Impfstoff das dritte Präparat kommen soll.

Sabine Lauxen versichert, dass sich die Lage in den Krefelder Pflegeheimen entspannt. Mehrere Personen seien aus der Quarantäne entlassen worden. Unter Kontrolle ist auch die Lage in einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung, in der es, wie berichtet, einen größeren Ausbruch gegeben hatte. „Die Abstimmung mit dem Träger ist in diesem Fall, wie eigentlich generell in Krefeld, sehr positiv“, betont Sabine Lauxen.

Zum Wochenbeginn öffneten die Grundschulen wieder im Wechselmodell, auch die Abschlussklassen an weiterführenden Schulen werden wieder unterrichtet. Die Schulen sind dafür noch einmal auf die Hygienekonzepte hingewiesen worden. „Sportunterricht in Hallen ist aktuell nicht erlaubt, wohl aber Bewegungsangebote im Freien“, so Stadtdirektor Markus Schön.

 Die Kitas wiederum sind seit Montag im „eingeschränkten Regelbetrieb“. Dies bedeutet, dass die gebuchten Betreuungszeiten weiterhin um zehn Stunden reduziert sind, weil durch striktere Trennungen mehr Personal in den Kitas benötigt wird. Ab dem 8. März sei dann vom Land wieder der Regelbetrieb vorgesehen – Familien sollen dann wieder die vollen Zeitfenster nutzen können. „Das wird für uns eine große Herausforderung“, kündigt Schön mit Verweis auf die Personalsituation und die Hygieneauflagen in Corona-Zeiten an.