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Quentin Tarantino und "The Hateful Eight": Eines von vielen Hollywood-Desastern

Produktions-Desaster in Hollywood : Irgendwann trifft es jeden, Quentin

Die Produktion des neuen Films von Quentin Tarantino, "The Hateful Eight", entwickelt sich derzeit zu einem wahren Desaster. Auch wenn es ein schwacher Trost ist: Es ist nicht die Einzige in Hollywood.

Es fing mit ersten Informationen über das Werk an und endete mit der Veröffentlichung des kompletten Drehbuchs im Internet. Kult-Regisseur Quentin Tarantino fühlte sich betrogen und will nun klagen. So ist die Kurzfassung der Geschichte neben der eigentlichen Geschichte, die mit dem Titel "The Hateful Eight" in die Kinos kommen sollte.

Auf den Kinostart können nun alle Tarantino-Liebhaber länger warten, der Regisseur hat das Projekt auf Eis gelegt, zunächst soll es als Buch herauskommen — irgendwann soll es vielleicht auch als Bewegtbild auf der Leinwand zu sehen sein.

Die Produktion steht offensichtlich unter einem schlechten Stern, ob das gut gehen kann? Ein Blick in die fiaskoreiche Vergangenheit von Hollywood macht derweil Hoffnung.

Zusammenarbeit mit der Mafia, explodierende Budget-Kosten

Dort tummeln sich hanebüchene Storys, die allzu häufig gar nicht den Weg in die Öffentlichkeit finden: Während den Dreharbeiten zu dem ersten Teil der "Pate"—Trilogie machte die Produktion letztlich gemeinsame Sache mit der ansässigen Mafia. Der Crew wurde zuvor die Arbeit mit bürokratischen Mitteln erschwert.

Ein Problem von vielen. Bereits die Suche nach der passenden Besetzung des "Michael", also dem Protagonisten in den Folgewerken, entpuppt sich als Mammutaufgabe - bis sich Regisseur Francis Ford Coppola mit seinem Wunschschauspieler Al Pacino durchsetzte.

Zudem sorgte der Superstar am Set für Probleme. Marlon Brando war offenbar nicht zu kontrollieren, es wurde sogar darüber diskutiert, Coppola zu feuern.

Ein Gefühl, das er nur allzu gut kennt. Auch bei einem weiteren Klassiker der Filmgeschichte, "Apocalypse Now", uferten die Dreharbeiten und somit das Budget des Films aus. Außerdem verletzte sich Hauptdarsteller Martin Sheen, weil er während einer Szene volltrunken einen Spiegel zerschlug.

"Wann wollen Sie eigentlich meinen Film veröffentlichen?"

Allzu häufig resultiert das Desaster aber aus der problematischen Beziehung zwischen Regisseur und Produzent. Ein geradezu legendärer Streit entwickelte sich in den 1980ern zwischen Terry Gilliam (Regie) und Sid Sheinberg (Chef von Unversal Studios) wegen des düsteren Endes des Werks "Brazil".

Die Situation eskalierte, Gilliam ließ eine ganzseitige Anzeige im Prestige-Blatt "Variety" schalten. Dazu veröffentlichte er folgende Worte: "Sehr geehrter Sid Sheinberg, wann wollen Sie denn eigentlich meinen Film 'Brazil' veröffentlichen? Terry Gilliam." Es kamen letztlich zwei Versionen in die Kinos, der Director's Cut gehört zu den Meilensteinen der Filmgeschichte.

Geschichten dieser Art sind in und um Hollywood keine Seltenheit, eine Auswahl diverser Desaster vor, während oder nach den Dreharbeiten haben wir in einer Bilderstrecke zusammengefasst.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Probleme a la Hollywood: Bei diesen Filmproduktionen lief einiges schief

(cfk)