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Karstadt und Verdi wollen im Dezember weiter verhandeln

Tarifbindung : Karstadt und Verdi wollen im Dezember weiter verhandeln

Die Tarifverhandlungen bei der angeschlagenen Warenhauskette Karstadt sind gestern in Düsseldorf ohne Ergebnis vertragt worden. Die Gewerkschaft Verdi fordert Karstadt erneut auf, in die Tarifbindung zurückzukehren.

Das teilte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Abend mit. Die Verhandlungen sollen am 9. Dezember fortgesetzt werden, hieß es. "Dann wird es Zeit, in die konkreten Verhandlungen einzusteigen", sagte Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes unserer Zeitung.

Strittige Punkte oder Forderungen seien noch nicht vertiefend diskutiert worden, stattdessen stellte der Konzern seine Ideen für die Luxus-Warenhäuser und das Konzept für das "Warenhaus der Zukunft" vor. "Wir müssen dringend für die Mitarbeiter in den sechs zu schließenden Häusern tarifvertragliche Regelungen treffen", sagte Peukes. Das habe nicht nur Auswirkungen auf die Höhe von Arbeitslosengeld-Zahlungen, sondern auch auf Programme zur Anschluss-Beschäftigung.

Verdi fordert für die 17 000 Karstadt-Beschäftigten der Karstadt Warenhaus GmbH sowie für Karstadt Sports und die KaDeWe-Group die Rückkehr zur Tarifbindung sowie eine Standort- und Beschäftigungssicherung. Die Arbeitgeberseite hatte die Beschäftigten bereits nach der zweiten Verhandlungsrunde auf tiefe Einschnitte eingestimmt. Der Konzern machte gestern erneut klar, nicht zur Tarifbindung zurückkehren zu wollen.

(angr)