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Ski-WM 2019: Skispringer holen Gold im Mixed

WM-Titel verteidigt : Deutsches Skisprung-Mixed holt Gold in Seefeld

Althaus, Seyfarth, Eisenbichler, Geiger: Die deutschen Skispringer haben in Seefeld die sechste DSV-Goldmedaille geholt. Einen Tag nach der Einzel-Enttäuschung im Schneetreiben ist nun wieder Jubel angesagt.

Die deutschen Skispringer haben zum dritten Mal in Folge WM-Gold im Mixed-Wettbewerb gewonnen. Markus Eisenbichler, Karl Geiger, Katharina Althaus und Juliane Seyfarth siegten in Seefeld nach einem spannenden Duell mit 1012,2 Punkten knapp vor Österreich (989,9). Bronze ging mit deutlichem Rückstand an Norwegen (938,4).

"Das war fantastisch. Auf diese kompakte Teamleistung kann man nur stolz sein. Karl hat am Ende den Deckel drauf gemacht", sagte Werner Schuster nach seinem letzten WM-Wettkampf als Männer-Bundestrainer. Auch sein Frauen-Kollege Andreas Bauer strahlte: "Es ging hin und her, ich bin noch ganz aufgewühlt. Zum dritten Mal in Folge Gold, das zeigt, dass wir über viele Jahre auf hohem Niveau gearbeitet haben."

Eisenbichler schrieb mit dem Triumph Geschichte: Für den 27-Jährigen war es nach Gold im Einzel sowie mit dem Männerteam der dritte Titel der WM in Tirol. Dreimal Gold bei einer WM hatten zuvor nur die Österreicher Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern geschafft, beide 2011 in Oslo. "Die ganze WM war sensationell für mich. Wenn ich morgen nach Hause komme, hoffe ich, dass ich ein bisschen Ruhe hab", sagte "Eisei", der mit seinen insgesamt vier Titeln zudem mit Martin Schmitt gleichzog.

Vor 11.200 Zuschauern erwischte das DSV-Quartett einen Start nach Maß in den 2022 erstmals olympischen Wettbewerb. Die WM-Zweite Althaus brachte den "gemischten Vierer" mit einem Sprung auf 107,5 m in Führung, die Eisenbichler (104,5 m mit mehr Anlauf) zunächst an Österreich verlor. Seyfarth (100,5 m) hielt Rang zwei, ehe Geiger (103,5) für eine knappe Halbzeitführung sorgte.

Auch im zweiten Durchgang ging es hin und her: Althaus (103,0) musste das ÖSV-Team wieder passieren lassen, Eisenbichler (107,0) eroberte Platz eins zurück. Seyfarth (103,0) baute die Führung aus, Geiger (107,0) brachte Gold nach Hause. "Der Karl ist so cool. Ich wusste, dass er das schafft. Ich bin dankbar, in so einem coolen Team zu springen", sagte Althaus.

In dem zum vierten Mal ausgetragenen Wettbewerb hieß der Sieger somit zum dritten Mal Deutschland, nur bei der WM-Premiere 2013 hatte Japan gewonnen. Gastgeber Österreich mit Stefan Kraft, Daniela Iraschko-Stolz, Philipp Aschenwald und Eva Pinkelnig blieb letztlich Rang zwei. Erstmals seit 1997 wird das ÖSV-Team somit eine WM ohne Goldmedaille beenden - und das vor heimischem Publikum.

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Carina Vogt (Degenfeld) war derweil nur als Zuschauerin an der Schanze, die Sotschi-Olympiasiegerin musste der im Einzel stärkeren Seyfarth den Vortritt lassen. Vogt hatte an allen drei vorherigen Mixed-Wettkämpfen der WM-Geschichte teilgenommen und dabei jeweils auf dem Podest gestanden.

(sef/dpa)