1. FC Köln gegen den FC Arsenal vor dem Abschied aus Europa

Gegen Arsenal geht es auch um Stöger: Köln steht vor Abschied aus Europa

Im Heimspiel gegen den FC Arsenal geht es für den 1. FC Köln theoretisch noch ums Weiterkommen in der Europa League. Praktisch aber auch um Peter Stögers Job.

Einer, der dieses Spektakel erst möglich gemacht hat, ist Peter Stöger. Der Trainer führte den Klub innerhalb von vier Spielzeiten aus der zweiten Liga ins internationale Geschäft. Es ist fast schon tragisch, dass der Höhepunkt dieser Entwicklung mit dem womöglich größten Spiel der jüngeren Vereinsgeschichte gleichzeitig eine Partie ist, die über das Schicksal des Österreichers entscheidet.

Gegen Arsenal und Hertha BSC am Sonntag darf Stöger noch auf der Bank sitzen. Danach wird neu nachgedacht. So liest man es zwischen den Zeilen der Kölner Verantwortlichen. Zwei Punkte nach zwölf Ligaspielen hätten andernorts längst zu einem Trainerwechsel geführt. Stöger ist zum Punkten verdammt. Das große Spiel gegen die Londoner gilt somit vor allem als psychisches Hilfswerkzeug für die Liga. "Wir müssen versuchen, jedes Spiel zu gewinnen", sagt Stöger, "denn jedes Spiel kann Selbstvertrauen geben."

Ein halbes Dutzend Spieler fehlt

Stöger will sich lieber mit seinen Aufgaben als Coach beschäftigen, nicht mit Gedanken über die Zukunft. Der Trainerjob sei ohnehin "ein Wochenjob. Es geht immer nur um die Vorbereitung auf das nächste Spiel". Und die gestaltet sich schwierig. In Jonas Hector, Dominique Heintz, Marcel Risse, Leonardo Bittencourt, Simon Zoller und Christian Clemens fehlt ein halbes Dutzend gestandener Profis verletzt.

Sollte Köln im Fernduell ums Weiterkommen mit Borisov und Belgrad nicht punkten, dürfte der Abschied aus Europa schon heute Abend Gewissheit sein. Dann heißt es wieder: Internationale Spiele? Nur noch in der Sommerpause.

(erer)