Joachim Hunold auf letztem Air-Berlin-Flug: Es geht Lebenswerk geht zu Ende

Letzter Air-Berlin-Flug: Hunold verabschiedet sich von Air-Berlin-Mitarbeitern

Im letzten Flieger von Air Berlin sitzt auch der Gründer der Fluggesellschaft. "Es ist eine tiefe Traurigkeit in mir", sagt Joachim Hunold vor dem Start.

Die Maschine sollte um 21.35 Uhr in München starten und gegen 22.45 Uhr auf dem Flughafen Berlin-Tegel landen. Es gehe "ein Lebenswerk zu Ende", sagt der langjährige Air-Berlin-Chef Joachim Hunold, bevor er ins Flugzeug steigt. Für ihn sei es deshalb eine "Ehrensache, bei dem letzten Flug dabei zu sein".

"Jeder Manager macht Fehler", antwortet Hunold auf die Frage, ob er sich etwas vorzuwerfen habe. Air Berlin hatte schon in seiner 20-jährigen Amtszeit bis 2011 hohe Schulden angehäuft. Seine Nachfolger konnten das Ruder nicht herumreißen. Mitte August musste das Unternehmen nach mehreren Sanierungsversuchen Insolvenz anmelden.

  • Durchsage bei letztem Flug für Air Berlin : Pilot schimpft über "gierige Manager" und "blinde Politiker"

Hunold wollte sich nach der Landung in Berlin mit Mitarbeitern treffen. Er mache sich keine Sorgen um deren Zukunft, weil sie bei Air Berlin gelernt hätten zu kämpfen, sagte der frühere Vorstandschef.

(wer)