Wülfrath: Rockmusiker müssen Vereinsheim sanieren

Wülfrath : Rockmusiker müssen Vereinsheim sanieren

Die Wülfrather Rockmusik Gemeinschaft wählte einen neuen Vorstand und hat viel vor.

In der Jahreshauptversammlung der Wülfrather Rockmusik Gemeinschaft (WÜRG) wurde deutlich: Dem gemeinnützigen Verein geht es im 25. Jahr seines Bestehens wirtschaftlich gut. Der alte Vorstand ist auch gleichzeitig der Neue.

Wie stellt sich wohl der Durchschnittsbürger eine Jahresversammlung in der Rockmusikszene vor? Vielleicht so: langhaarige Kuttenträger grölen und rülpsen durch die Gegend, "Bilanzen" und "Haushaltsetat" sind auf Bierdeckeln niedergekritzelt, zum Vorstand gewählt wird der, dessen Gitarrenriff nicht länger dauert, als eine Bierflasche zu öffnen. Allerdings: Das Besondere an Klischees ist ja, dass sie so oft so gar nicht der Realität entsprechen, wie im Falle der Jahreshauptversammlung der WÜRG: Da sitzen - getrennt vom Vorstand, die vielen Mitglieder ordentlich an Tischen, trinken Wasser, Cola oder gepflegte Pilsbiere und lauschen dem Rückblick auf 2017, Bilanzen und Gewinnermittlungen, gönnen sich in der Pause draußen ein Zigarettchen um sich dann- mit Frischluft gestärkt, den aktuellen Zahlen, den Vorhaben und dem Haushaltsentwurf 2018 zu widmen. Um es kurz zu machen: 2017 war ein erfolgreiches Jahr für den gemeinnützigen Verein, der 183 Mitglieder hat. Das Open Air "Würg im Park" war ein voller Erfolg, das Würg- Vereinshaus am Zeittunnel wurde mit Graffitis verschönert, ein Proberaum kernsaniert. Die vom Beamer an die Wand geworfenen, detaillierten Zahlen belegen: Auch finanziell steht der Verein gut da. Überschüsse sollen- laut Haushaltsplan 2018, zum großen Teil in das Gebäude investiert werden, vor allem das Dach muss saniert werden. "Wir haben das Vereinshaus ja nicht gepachtet, sondern die Stadt hat es uns mietfrei überlassen, mit der Auflage, für Instandsetzungen selbst aufzukommen", erklärt Matthias Freund ("Metty"), alter und neuer Vorstandsvorsitzender - einstimmig wiedergewählt von den 25 anwesenden Stimmberechtigten, auch Sebastian van der Voort ("Gouda") hat anscheinend als zweiter Vorsitzender einen guten Job gemacht und wird erneut im Amt bestätigt und Kassenwart Marc Tuschy ("Tuschy") darf sich ein weiteres Jahr um die Finanzen kümmern. Wie schon im vergangenen Jahr ist Katja Springenberg - neben zwei männlichen Amtskollegen - Beisitzerin und somit einziges weibliches Mitglied der Vereinsführung. Jetzt freut sich der Verein erst einmal auf ein spannendes 2018, auf die Neueröffnungsfeier des Zeittunnels am 10. Juni, bei der allerdings noch nicht ganz klar ist, in welcher Form WÜRG sich einbringen wird. Die Beteiligung am städtischen Frühjahrsfest steht auf dem Programm, das Tunnelflimmern und natürlich unzählige großartige Musikgigs. Neu ist das Mittwochscafé immer ab 19 Uhr, ein lockeres Zusammenkommen, Spiele, chillen, Filme gucken - alles möglich.

(dani)
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