Wesel: Jugend dankt dem Kreuzweg-Küchenteam

Wesel: Jugend dankt dem Kreuzweg-Küchenteam

Erneut gingen viele Karfreitag am frühen Morgen den Weg von Wesel nach Marienthal mit.

/ HAMMINKELN Sie sind die Helfer im Hintergrund, die dafür sorgen, dass die hungrigen Teilnehmer des ökumenischen Jugendkreuzweges jedes Jahr gestärkt nach Hause fahren: Maria Depta und ihr Team gehören zum Kreuzweg mit dazu. "Nächstes Jahr bin ich 40 Jahre dabei", verrät Depta. Und die Arbeit der Frauen sollte in diesem Jahr besonders gewürdigt werden. Organisator Markus Zimmermann überraschte das Team mit einem vorzeitigen Ostergeschenk: "Ihr versteckt euch immer gerne in der Küche, heute sollt ihr auch mal im Mittelpunkt stehen!"

Erneut machten sich viele Teilnehmer auf den Weg zur Klosterkirche in Marienthal, trotz schlechter Wetteraussichten. Um 5.15 Uhr ging es für die Gruppe von der St. Antonius-Kirche los. Unterwegs und in Marienthal stießen andere Gemeinden hinzu, unter anderem von Franziskus- und Engelkirche. Bei der Gruppe von St. Antonius waren dieses Mal mehrere Malteser mit dabei, die durch ihre Kleidung schon von weitem gesehen werden konnten. In diesem Jahr knüpfte der Jugendkreuzweg an das Reformationsjubiläum an. An vier Stationen lauschten die Gruppen dem Lebensweg Luthers: Begonnen mit den Lebensumständen zu seiner Geburt am 10. November 1483, seinem Klostereintritt durch ein ausgesprochenes Stoßgebet im Gewitter bis hin zu seinen berühmten Thesen, die er 1517 an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg genagelt haben soll. "Festgenagelt!? Gerecht gemacht!" - hieß deshalb das Motto des Kreuzweges. Jeder Teilnehmer erhielt für den Weg vier Nägel, die jeweils an einer Station in ein Stück Holz geschlagen wurden. Sie standen symbolisch für alles, was unfrei macht und schlugen den Bogen von Luthers Leben in die heutige Zeit.

  • Radevormwald : Ökumenischer Kreuzweg der Jugend ab Martini-Kirche

"Ich vermute, dass das Holzstück zu etwas Größerem zusammengesetzt wird", erklärte Hans Poetschki, der die Gruppe von St. Antonius begleitete. Und so war es auch: In der Klosterkirche angekommen wurden die einzelnen Teile zu einem großen Kreuz mit vielen Nägeln zusammengesetzt - ein beeindruckender Anblick

Den bekamen auch die fünf Frauen des Helferteams im Pfarrheim St. Martini zu sehen, denn das Kreuz wurde nach der gemeinsamen Messe in der Klosterkirche zum Frühstück mitgebracht. Dort wurden alte und neue Erfahrungen ausgetauscht, bevor es mit Bussen zurück in die Heimatgemeinden ging.

(julat)