Wegberg: Jubiläumssitzung der Superlative

Wegberg: Jubiläumssitzung der Superlative

Schon der Kartenvorverkauf im Januar war rekordverdächtig - nach nur 20 Minuten vermeldete der Vorstand der Klinkumer KG Sonn Männ, dass die große Jubiläums-Galasitzung, die am Wochenende stattfand, restlos ausverkauft sei.

Im Festsaal Grand Sato an der Alten Landstraße lösten die Gastgeber jetzt ihr Versprechen ein. In bester Feierlaune lösten die Aktiven der Traditionsgesellschaft, die 6 x 11 Jahre alt wird, ihr Versprechen ein: diesmal zu den Talenten aus den eigenen Reihen noch einige auswärtige Bühnenkünstler als jecke Unterstützung zu bitten.

Für das Kinderprinzenpaar der KG Sonn Männ, Emil Hörter und Jule Oden, bedeutete die Veranstaltung etwas ganz Besonderes - mal so richtig lange aufbleiben zu dürfen und bei den Erwachsenen einen ganzen Abend lang im Mittelpunkt zu stehen. Dabei präsentierten die Nachwuchs-Tollitäten gekonnt das Sessionsmotto: "6 x 11 im Narrenboot, mit us fiere, dat jeiht joot".

Begleitet wurden Emil und sein kleines Prinzesschen Jule von den beiden Pagen Maximilian Bauer und Marie Oden, Schwester der Kinderprinzessin. Zahlreiche befreundete Tollitäten machten den Jubiläums-Gastgebern ihre Aufwartung, darunter die Wegberger KG Flöck op mit ihrem Dreigestirn. Rund 120 Aktive der 66 Jahre alten Geburtstags-Gesellschaft sorgten für ein stimmungsvolles Bild im Festsaal.

Die aus Klinkum stammende Stimmungsband "So!Lala" trat als Eisbrecher auf, Prinzengarde sowie große und mittlere Garde wurden für ihre gelungenen Darbietungen mit viel Applaus belohnt. Oberschwester Helga wusste bei ihrer Büttenrede einige urkomische Anekdoten aus dem Klinikalltag zu berichten. Einer der Höhepunkte im abendfüllenden Programm war der gewagte Auftritt des Klinkumer Männerballetts XXL. Die graziösen Tänzer stellten dabei ihre große Wandlungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis, als sie zunächst als Polizisten, dann als Politessen zu überzeugen wussten.

Für den Showtanz hatten sich die jungen Damen aus der großen Garde dem aktuellen Sessionsmotto angepasst. Als Matrosinnen und Matrosen heuerten sie auf dem Klinkumer Narrenboot an und hatten für ihre mitreißende Tanzdarbietung sogar einen Leuchtturm mitgebracht. Die jungen Showtänzerinnen aus der mittleren Garde zogen es vor, lieber nicht in See zu stechen, sondern ihre Pause auf dem Schulhof zu verbringen. Zum Thema "Schulpause" hatten sie ihre Hefte und Schreibutensilien mitgebracht. Die Stimmungsband "De Klötschköpp" hatte diesmal ein Heimspiel. Die begehrten Hobbymusiker entstammen den Reihen der KG Sonn Männ, sind in der fünften Jahreszeit nicht nur in der Region sehr gefragt. "Altweiber treten wir in Köln auf", verriet Klötschkopp Manfred Müchen. Bauchredner Peter Kerscher hatte seine vorlaute Kuh Dolly mitgebracht. Die zwei Lausbuben alias Uwe Hillers und Manfred Schaffrath steuern bereits auf ihr viertes Jahrzehnt als Parodisten-Duo zu. Der frühere Friseurmeister und sein Bühnenpartner, Finanzbeamter im Ruhestand, unterhielten ihr Publikum in Klinkum mit jecker Gitarrenmusik. Beiden wurde ihr Faible für den rheinischen Karneval buchstäblich in die Wiege gelegt - die Väter der Wassenberger Künstler agierten als Sitzungspräsidenten im Myhler Karnevalsverein. Auch in Klinkum wurde deutlich: Ans Aufhören denken Die zwei Lausbuben noch lange nicht.

Einen glanzvollen Abschluss bildete das Finale mit allen Aktiven.

(cb)