Pina Bausch: Sonderbriefmarke ehrt weltberühmte Choreografin

Pina Bausch: Sonderbriefmarke ehrt weltberühmte Choreografin

Die Choreografin Pina Bausch hat Zeit ihres Lebens zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Auch nach ihrem Tod wird sie mit Ehrungen bedacht.

Die Choreografin Pina Bausch hat Zeit ihres Lebens zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Auch nach ihrem Tod wird sie mit Ehrungen bedacht.

Das weltberühmte Tanztheater Pina Bausch ist nach wie vor, auch nach dem Tod der Gründerin am 30. Juni 2009, erfolgreich in der Welt unterwegs. Die Auseinandersetzung mit ihrem künstlerischen Werk wird fortgeführt. Zugleich sucht das Tanztheater neue Strategien für die Compagnie. Die gebürtige Solingerin Pina Bausch hatte 1973 die Leitung des Balletts der Wuppertaler Bühnen übernommen, aus dem sie dann das Wuppertaler Tanztheater formte. Für ihre Arbeit wurde sie weltweit als Begründerin des modernen Tanztheaters gefeiert und erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen, darunter den Kyoto-Preis, das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland, den NRW-Staatspreis, den Europäischen Theaterpreis und die Picasso-Medaille der Unesco.

Das Bundesfinanzministerium nimmt den 75. Geburtstag am 27. Juli der international renommierten Choreografin Pina Bausch zum Anlass, die Künstlerin mit einer Sonderbriefmarke zu ehren. Die Marke mit dem Konterfei von Bausch erscheint am 1. Juli. Im Foyer des Wuppertaler Opernhauses wird dazu ein Sonderpostamt eingerichtet, an dem man die Pina-Bausch-Briefmarke im Wert von 85 Cent erwerben kann. Alle an diesem Tag versandten Grußkarten und Briefe erhalten den Sonderstempel, der Bausch mit den Worten zitiert: "Mich interessiert nicht, wie die Menschen sich bewegen, sondern was sie bewegt." Dazu gehört auch die Weitergabe von Stücken an andere Ensembles. So wird etwa das Bayerische Staatsballett im kommenden Jahr im Nationaltheater München das Stück "Für die Kinder von gestern, heute und morgen" aus dem Jahr 2002 aufführen.

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"Wir haben angefangen, ein neues Territorium zu erkunden", sagte Pina Bauschs Sohn Salomon Bausch kürzlich. Die Einstudierung wird von drei Tänzern des Tanztheaters Wuppertal geleitet, nach und nach sollen alle 14 Tänzerinnen und Tänzer aus der Besetzung der Uraufführung ihre Parts an die Münchner Kollegen weitergeben. Auch Pina Bauschs langjähriger Bühnenbildner Peter Pabst soll wie in Wuppertal auch in München für das Bühnenbild verantwortlich sein. Neu beim Tanztheater Pina Bausch ist auch, dass die Compagnie erstmals seit dem Tod Bauschs wieder ein neues Stück herausbringt. Gleich drei Choreografen kreieren zum Spielzeitauftakt am 18. September ein kurzes Werk, so dass alle derzeit 35 Tänzerinnen und Tänzer des Ensembles zu sehen sein werden.

Für die Werke wurden international renommierte Choreografen engagiert. Für den Wuppertaler Bürgermeister Peter Jung ist das ein Beispiel dafür, "wie das Erbe von Pina Bausch bewahrt und gleichzeitig die Zukunft des Tanzes in Wuppertal entwickelt werden kann."

Dafür steht auch das neue Pina-Bausch-Zentrum in der Bergischen Stadt. Die Gelder für die Planung und den Bau sind gesichert. Bund, Land NRW und Stadt Wuppertal finanzieren den Umbau des seit einigen Jahren leerstehenden Schauspielhauses gemeinsam. In dem Zentrum soll das Tanztheater seine eigene Spielstätte bekommen. Vorgesehen ist außerdem, einen Raum für Tanzworkshops und Probenräume sowie für die Pina Bausch Foundation mit Archiv zu schaffen. Somit könnte ein weltweit beachtetes Studien- und Forschungszentrum entstehen, hieß es aus dem Rathaus.

(EPD)
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