Solingen: Arbeitslosenzehl sinkt im Vorjahresvergleich leicht

Solingen: Arbeitslosenzehl sinkt im Vorjahresvergleich leicht

Der Arbeitsmarkt in Solingen präsentiert sich weiter robust. Das ist zumindest der Eindruck von Johannes Vogel, der als neuer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Solingen/Wuppertal gestern erstmals die Zahlen für die Klingenstadt präsentierte.

Demnach waren im zurückliegenden Monat in Solingen insgesamt 7.616 Menschen arbeitslos gemeldet, was eine Quote von neun Prozent entsprach. Dabei stieg die Zahl der Menschen, die einen Job suchen, im Vergleich zum Februar zwar leicht an. Vor einem Monat waren noch 30 Arbeitslose weniger gemeldet. Auf lange Sicht fällt die Entwicklung aber durchaus positiv aus. So sank der Anteil der Arbeitslosen im Vergleich mit dem März 2015 um immerhin 0,8 Prozentpunkte. Und auch die die freien Stellen geben Anlass zu Optimismus. Denn ihre Zahl stieg binnen Jahresfrist um 4040 oder 69,5 Prozent auf inzwischen 985 - wobei allein im März von den Arbeitgebern in Solingen 222 neue offene Jobs gemeldet wurden.

Das führt unter anderem dazu, dass in der Klingenstadt immer mehr Menschen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen. Zum letzten Erfassungszeitpunkt im September des zurückliegenden Jahres hatten in Solingen 50.886 Frauen und Männer einen solchen Job, was einer Zunahme im Vergleich zum September 2014 um 1190 Personen oder einem Plus von 2,4 Prozent entspricht.

Dennoch gibt es Punkte, die Anlass zur Sorge geben. Zwar stieg die Zahl der offenen Berufsausbildungsstellen im Vorjahresvergleich auf 522 leicht an. Da sich jedoch auch die Zahl der Bewerber erhöhte (1094), registriert die Agentur für Arbeit weiter eine Unterversorgung mit Lehrstellen. So kommen auf einen freien Platz statistisch zwei Bewerber.

Darum wurden bei der Agentur neue Vermittlerstellen geschaffen. "Immerhin bedeutet Ausbildung für die Firmen eine Investition in die Zukunft", sagte Agenturchef Vogel, der bis 2013 für die FDP im Bundestag gesessen hatte und dort arbeitsmarktpolitischer Sprecher seiner Fraktion gewesen war. Im Bergischen wird der gebürtige Wermelskirchener indes nicht lange bleiben. Es ist vorgesehen, dass er Ende Juli wieder zur Zentrale der Bundesagentur nach Nürnberg wechselt.

(or)