Rheinberg: Vielfältige Emotionen

Rheinberg: Vielfältige Emotionen

Das Thema Schule berührt auf vielfache Weise Emotionen. Auch in der Schulpflegschaftssitzung von Paul Gerhardt. Da formulierten Eltern bisweilen pointiert, aber scharf am Thema vorbei – die Reaktion aus der Politik geriet heftig, führte zu Tränen und am Ende zur Entschuldigung. Da berichteten Eltern, verunsichert und auch verärgert, davon, für sie sei das Schulprogramm von Paul Gerhardt sogar ein Entscheidungskriterium beim Hauskauf gewesen. Und nun – alles vorbei? Nicht unbedingt, hörten sie von den Stadt-Vertretern. Eine neu gebildete, eine zusammen geführte Schule bekomme auch ein neues Schulprogramm – im besten Fall gebildet aus dem Besten der beiden früheren Einzel-Programme.

Auch sehr persönliche Bekenntnisse waren in der Schulpflegschaftssitzung zu hören – etwa die von einem Vater, der sich als Wähler von Bürgermeister Mennicken bekannte und nun forschte, wieso man in der Stadt davon rede, dass der die St.-Peter-Schule stütze, weshalb nun Paul-Gerhardt aufgegeben werden solle. Den Vorwurf der Parteilichkeit wies Mennicken strikt zurück; die Notwendigkeit zur Schul-Zusammenführung ergebe sich aus den sinkenden Schülerzahlen und "ich habe immer gesagt, dass ich mich an Recht und Gesetz halten und auch unpopuläre Beschlüsse vertreten werde."

(RP)