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Rheinberg: Besserer Brandschutz fürs Rheinberger Stadthaus

Rheinberg : Besserer Brandschutz fürs Rheinberger Stadthaus

Das Stadthaus muss in Sachen Brandschutz nachgerüstet werden. Die Stadt hat den Essener Sachverständigen Michael Sikorski beauftragt, das Gebäude zu untersuchen und einen Maßnahmenkatalog zu erstellen.

Eine Veränderung schlägt Sikorski im Keller in der Garderobe vor. Zwei Schutzvorhänge vor der Theke könnten im Brandfall verhindern, dass Rauch nach oben ins Foyer aufsteigt. Durch diese Maßnahme könnte der Rettungsweg freigehalten werden. Geklärt werden müsste die Frage, ob dadurch die Funktion der Garderobe eingeschränkt werde. Beigeordneter Dieter Paus glaubt nicht, dass es zu einer Einschränkung käme. Die Rechnung, ob eine Sprinkleranlage günstiger zu beschaffen wäre, habe er nicht aufgemacht, sagte Sikorski.

Auch in der von der Goldstraße zu erreichenden Tiefgarage muss etwas geschehen. "Wir haben uns dazu entschieden, die Tore zu ertüchtigen", sagte Dirk Stenger, Architekt der Stadt. Denn momentan besteht dort nur ein Rettungsweg. Und: Das Rolltor hat es eh nötig. Reparaturen daran, so erklärte die Verwaltung, kosteten pro Jahr eine vierstellige Summe. Vorgeschlagen hat der Brandschutzsachverständige, auf der einen Seite ein Sektionaltor, bei dem das Torblatt in mehrere Sektionen unterteilt ist, auf der anderen ein klassisches Rolltor zu installieren.

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Viele Brandschutztüren im Stadthaus müssen durch modernere, sichere - so genannte T30RS-Türen - ersetzt werden. Immerhin können die Türen zu den 32 Stadthallen-Balkons erhalten bleiben. Sie sind nachgerüstet worden und schließen durch eine entsprechende Mechanik selbst.

Das Brandschutzkonzept wurde Mitte 2016 beschlossen und muss binnen drei Jahren umgesetzt werden. Eine Verlängerung ist möglich. Das letzte Brandschutzkonzept datiert aus dem Jahr 2005. Stenger verwies darauf, dass ungefähr drei Viertel der erforderlichen Maßnahmen im Stadthaus bereits umgesetzt seien. Wichtig: Beim Brandschutz gibt es keinen Bestandsschutz. Der Sachverständige ermittelt übrigens keine Kosten, kennt aber in der Regel die wirtschaftlichste Lösung. Architekt Stenger sagte: "Wir haben beim Brandschutzkonzept nicht nach der maximalen, sondern nach der notwendigen Sicherheit geschaut."

(up)