Ratingen/Heiligenhaus: Ein Toter bei Unfall auf eisglatter Straße

Ratingen/Heiligenhaus: Ein Toter bei Unfall auf eisglatter Straße

Der Lkw war in Heiligenhaus vor einen Baum geprallt. In Ratingen war der Winterdienst im Dauereinsatz.

Auf eisglatter Fahrbahn ist gestern auf der Ruhrstraße in Heiligenhaus ein 69-jähriger Fahrer mit seinem Lkw beim Abbiegen in eine Einfahrt ins Rutschen gekommen und frontal gegen einen Baum gefahren. Trotz Reanimation durch den Notarzt starb der Mann noch an der Unfallstelle. Die Ruhrstraße wurde komplett gesperrt. Die Fahrt auf der Straße sei lebensgefährlich, erklärte die Feuerwehr. Dies blieb Gott sei Dank der einzige schwere Unfall.

Foto: Achim Blazy

Der Winterdienst in Ratingen war vorbereitet. Mit Einsetzen des Schneefalls am Freitagabend waren Streu- und Räumdienste im Dauereinsatz. Vor allem ab gestern Mittag versuchten die Mitarbeiter, die Straßen von den Schneemassen zu befreien. Doch schnell schneiten die geräumten Spuren wieder zu. Oft erkannten die Autofahrer die Straßenmarkierungen nicht mehr. Und statt auf die Linksabbiegespur gerieten Autofahrer schon mal ungewollt in den Gegenverkehr. Dennoch war es zumindest bei der Ratingen Feuerwehr bis gestern Nachmittag ruhig. Lediglich einen größeren Einsatz hatte es am frühen Samstagmorgen gegeben. Ein Autotransporter hatte sich im Autobahnkreuz Breitscheid quer gestellt. Der Fahrer blieb unverletzt.

In Heiligenhaus waren mehrere Bäume umgestürzt. Die Feuerwehr musste die Stämme zersägen. Foto: Feuerwehr Heiligenhaus

Wie es genau zu dem Unfall auf schneebedeckter Fahrbahn kam, ist bisher noch ungeklärt. Jedenfalls verkeilte sich der Transporter auf allen drei Fahrspuren zwischen den Leitplanken. Die Treibstofftanks des Lkw wurden beschädigt, so dass eine größere Menge Diesel austrat. Die A 3 in Richtung Köln war im Autobahnkreuz Breitscheid gesperrt.

Im Autobahnkreuz Breitscheid hatte sich ein Autotransporter quer gestellt. Hier war die Feuerwehr Ratingen im Einsatz. Foto: Feuerwehr Ratingen
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Die Autobahnpolizei, ein Abschleppunternehmen zur Bergung des Lkw, Straßen NRW sowie das Umweltamt des Kreises Mettmann waren ebenfalls am Einsatzort. Die Einsatzmaßnahmen dauerten gut eineinhalb Stunden bis dahin blieb die Autobahn für den Verkehr gesperrt. Anders als in Ratingen hatten die Feuerwehrkollegen in Heiligenhaus jede Menge zu tun. 710 Stunden waren die Wehrleute wegen des Schneefalls im Einsatz. Am Samstag überraschte der starke Schneefall sowohl Bürger als auch die Feuerwehr in Heiligenhaus. In den frühen Morgenstunden rückten die ersten Fahrzeuge zu umgestürzten Bäumen aus, die letzte Alarmierung ereilte die Einsatzkräfte um 17.54 Uhr. Mehrere Straßen wurden gesperrt, ein Arbeiten war für die Feuerwehr zu gefährlich.

Gegen 7.40 Uhr waren die Frauen und Männer am Samstag zum ersten Mal ausgerückt. Auf der Langenbügeler Straße lag ein rund vier Meter langer Baum auf Gehweg und Straße. Mit der Kettensäge wurde der Baum zerkleinert und an den Rand gelegt. Von diesem Einsatz aus ging es zur Ruhrstraße und Kettwiger Straße. "Noch während der Sägearbeiten stürzten fast im Minutentakt Äste auf die Straße. Der nasse Schnee ist sehr schwer, das ist zuviel für die Bäume", erläutert Wehrleiter Ulrich Heis, der sich selbst ein Bild von der Lage an der Ruhrstraße machte. "Mit Hilfe der Technischen Betriebe haben wir die Ruhrstraße zwischen Jagdhütte und Talburg vollgesperrt - hier weiterzuarbeiten ist zu gefährlich." Ebenso wurde die Kettwiger Straße zwischen Talburg und Reiterhof Rossdelle gesperrt. Weitere Bäume sägten die Kräfte am Görscheider Weg, am Müllerbaum und am Klärwerk Hofermühle. Für Notfälle rüstete die Feuerwehr ein Fahrzeug mit Schneeketten aus.

Von Freitag bis gestern am frühen Abend zählte die Polizei 80 Verkehrsunfälle im Kreis Mettmann mit sechs Verletzten. Geschätzter Sachschaden: 226.000 Euro.

(RP)