Ratingen: Brauchtumsglocke wird zu Ostern läuten

Ratingen: Brauchtumsglocke wird zu Ostern läuten

In der nächsten Woche wird das Geläut in den Turm von St. Peter und Paul gehoben.

Der Plan ist präzise ausgearbeitet, auf die Stunde genau: Am kommenden Dienstag, 20. März, gibt es den großen Moment, wenn die Firma Petit & Gebr. Edelbrock und die Firma Pallessen die neue Brauchtumsglocke aus der Kirche holen.

Um neun Uhr wird die Glocke in den Turm von St. Peter und Paul gehoben. "Zu Ostern soll unsere Glocke im Einklang mit ihren Schwestern im Turm läuten", betonte Gero Keusen, Chef der St. Sebastiani-Schützenbruderschaft.

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Die Brauchtumsglocke hat zwei Inschriften: "Helau" auf der einen Seite, "Glaube + Heimat + Sitte" auf der anderen. Oben ist die Baunummer angebracht: Mit Stimmgabel und feinem Gehör ausgerüstet, hatte ein Sachverständiger des Erzbistums Köln den "Heiligen Bimbam", wie die Glocke bereits genannt wird, bei einem Test angeschlagen und war zufrieden. Die kleine Schwester der drei Turmglocken müsse sich schließlich gegen die größeren Geschwister "durchsetzen", sagte Ellen Hüesker von der Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock. Sie sei eben das "Krönlein" und "Sahnehäubchen" im Turm. Auch der "Nachhall", also vom Anschlagen bis zur Stille, sei "ganz manierlich". Die Berechnung der "Rippe", das Maß aller Dinge bei Erstellung der Lehmform, hat gestimmt. Auch eine Waage wurde bemüht: Das "Krönlein" wiegt exakt 333 Kilogramm. Auf diese Schnapszahl habe man aber nicht gezielt hingearbeitet, sagte Hüesker. So genau lässt sich das spätere Gewicht dann doch nicht berechnen. Gegossen wurde die Glocke nach dem Lehmformverfahren. Zu Beginn steht die sogenannte "Rippe": Der Glockengießer errechnet nach Ton, Durchmesser und Gewicht die Rippe, das Profil der künftigen Glocke. Er zeichnet sie auf ein Buchenbrett, das als Schablone dienen wird. Die Sebastianus-Glocke ist nach der sogenannten französischen Rippe geformt. Es ist eine recht dicke Rippe.

(RP)