Radevormwald: 210.000 Euro für die Sportvereine in Oberberg

Radevormwald: 210.000 Euro für die Sportvereine in Oberberg

Die Versammlung des Kreissportbundes betonte den hohen Wert des Ehrenamtes. Im Jahr 2017 erhielten die heimischen Vereine 18 Prozent mehr Unterstützung als im vorangegangenen Jahr.

70 Vereinsvertreter von Radevormwald bis Morsbach nahmen an der Mitgliederversammlung des Kreissportbundes Oberberg teil. "Der Sport wurde vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes zur Chefsache gemacht und gehört nun zur Staatskanzlei 'Sport und Ehrenamt' mit Andrea Milz als Staatssekretärin", sagte der Vorsitzende Hagen Jobi und würdigte ihre Qualifikation: "Sie ist fest verwurzelt im Vereinsleben und kennt daher die Interessen und Sorgen unserer Vereine."

In seinem Grußwort betonte Stefan Klett, Vizepräsident Finanzen des Landessportbundes, Präsident des Sportbildungswerkes und Vorstandsmitglied des KSB Oberberg, wie wichtig das Ehrenamt in der heutigen Zeit sei und wie sehr es dieses zu stärken gelte. "Leider wird das ehrenamtliche Engagement in der Öffentlichkeit viel zu selten wahrgenommen und gewürdigt. Daher ist es unsere Aufgabe als Landessportbund, die Bedingungen für freiwilliges Engagement im Sportverein nachhaltig zu verbessern."

Auch LSB-Referent Jan Wittkamp betonte diese Herausforderung und präsentierte mit der "Initiative Ehrenamt", wie die Sportwelt sich dieser Aufgabe in den kommenden vier Jahren intensiv stellen wird. Um die Sportvereine für eine systematische Mitarbeiterentwicklung zu schulen, werden vom LSB Ehrenamtsmanager und Berater ausgebildet. Außerdem hat der LSB die "Tage der Ehre" ins Leben gerufen, die 365 Vereinsaktionen rund um das Ehrenamt mit jeweils 500 Euro fördert.

Dass beim Kreissportbund die Vereinsberatung und Vereinsförderung eine Kernaufgabe ist, wurde im Bericht von Geschäftsführerin Anja Lepperhoff deutlich. So wurden die Oberberger Vereine 2017 mit mehr als 210.000 Euro unterstützt - ein Anstieg um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Anja Lepperhoff betonte, dass hier sogar noch Luft nach oben sei, weil immer noch nicht alle Vereine die ihnen zustehenden Mittel abrufen.

Der stellvertretende Vorsitzende des Kreissportbundes und Außenstellenleiter des Sportbildungswerkes Oberberg, Michael Klinnert, verkündete, dass sich die Nachfrage nach Aus- und Weiterbildungen 2017 im Vergleich zu 2016 fast verdoppelt hat. 158 Übungsleiter wurden neu ausgebildet, 285 aktive Übungsleiter machten von den Fortbildungsangeboten Gebrauch.

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Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle berichteten von den laufenden Landesprogrammen "Bewegt älter werden in NRW", "Bewegt gesund bleiben in NRW", "Integration durch Sport" sowie "NRW bewegt seine Kinder" und dem Bereich der Jugendarbeit im Sport.

"Ein Mann klarer Worte!" - so verabschiedete Hagen Jobi Dieter Wagener aus seinem langjährigen Amt als Schatzmeister. "Mit 60, habe ich mir gesagt, höre ich auf", sagte Wagener und blickte auf 13 bewegende und intensive Jahre in seiner ehren-amtlichen Funktion zurück. Der KSB würdigte diese verantwortungsvolle Leistung mit der Verdienstnadel in Silber.

Als Nachfolger wurde Tim Bubenzer, der aufgrund von Krankheit nicht anwesend sein konnte, vom Vorstand kommissarisch für ein Jahr ernannt. Bubenzer ist Mitglied des Kreissportausschusses und war bereits für den TSV Dieringhausen als Schatzmeister tätig.

Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbands, berichtete anschließend von den eindrucksvollen Erfolgen der Deutschen bei den Paralympischen Spielen in Pyeongchang.

(RP)
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