Neuss: Polizei ermittelt gegen Finder von Taufbecken-Deckel

Neusser Schrotthändler: Polizei ermittelt gegen Finder von Taufbecken-Deckel

Die Polizei schrieb den Anbieter mehrfach an, doch gemeldet hat er sich bislang nicht – nun kümmert sich die Staatsanwaltschaft um den Fall: Ein Schrotthändler hatte den gestohlen gemeldeten Bronzedeckel eines Taufbeckens gefunden und zurückgegeben. Anschließend meldete er sich jedoch nie mehr bei den Ermittlern.

Die Polizei schrieb den Anbieter mehrfach an, doch gemeldet hat er sich bislang nicht — nun kümmert sich die Staatsanwaltschaft um den Fall: Ein Schrotthändler hatte den gestohlen gemeldeten Bronzedeckel eines Taufbeckens gefunden und zurückgegeben. Anschließend meldete er sich jedoch nie mehr bei den Ermittlern.

Am 18. Juni dieses Jahres war der Bronzedeckel des Taufbeckens der Kirche St. Cornelius im Erfttal gestohlen worden. Zunächst wurde vermutet, dass der vom Künstler Josef Krautwald extra für die Kirche gefertigte Bronzedeckel in Vorbereitung auf eine Taufe entfernt wurde. Als das Kunstwerk aber auch an den folgenden Tagen verschwunden blieb, erstatte die Kirchengemeinde Anzeige.

Im Oktober wurde der Deckel dann einem Schrotthändler aus Neuss angeboten — von einem 43-Jährigen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Der Händler erkannte wenig später, dass es sich um jenen gestohlenen Taufdeckel handelt und nahm Kontakt zur betroffenen Kirchengemeinde auf. Ein Vertreter der Kirche holte das Stück schließlich beim Schrotthändler ab.

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Nach Auskunft des Schrotthändlers hatte der Verkäufer angegeben, das Bronzestück in Weckhoven gefunden zu haben. Bei der Polizei machte der Mann keine Angaben, so dass die näheren Hintergründe unklar sind. Nach Angaben von Polizeisprecherin Diane Drawe wurde der Verkäufer mehrfach angeschrieben, um zum Sachverhalt Stellung zu nehmen.

Das Problem: er hat keinen festen Wohnsitz, sondern nur eine "ladungsfähige Anschrift". Nun kümmert sich die Staatsanwaltschaft um den Fall. Die Ermittlungen der Polizei wegen Diebstahl-Verdachts und möglicher Fundunterschlagung dauern jedoch an.

(ots)