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Mönchengladbach: Die Holter Marmeladenkönigin

Mönchengladbach : Die Holter Marmeladenkönigin

Seit neun Jahren verkauft Sabine Herpens Marmeladen zugunsten des Astronomischen Arbeitskreises. Da sie einen großen Garten mit vielen Obstsorten besitzt, entwickelte sie im Laufe der Jahre 70 verschiedene Kreationen.

Holt Marmeladen, Gelee und Likör — wenn Sabine Herpens in ihrer Küche steht und die süßen Speisen herstellt, dann ist sie voll in ihrem Element. "Ich habe immer schon gerne eingekocht", sagt sie. Aus einem Hobby ist mittlerweile eine Passion geworden. Dank eines großen Gartens hat sie eine vielfältige Auswahl an verschiedenen Obstsorten.

Da sie und ihre Familie die vielen Gläser Marmelade und Gelee, die über das Jahr verteilt entstehen, nicht alle selber essen können, verkauft Sabine Herpens ihre Kreationen seit neun Jahren zugunsten des Astronomischen Arbeitskreises Mönchengladbach.

Dort ist ihr Mann Karl-Heinz Herpens Geschäftsführer. Geld verdient Sabine Herpens mit ihren Marmeladen nicht. "Ich mache das, weil es mir Spaß bereitet", sagt Herpens. Dass der Astronomische Arbeitskreis von ihren süßen Brotaufstrichen profitiert, sei für sie selbstverständlich.

Reichhaltiges Angebot

Begonnen hat ihre Leidenschaft für Marmelade und Gelee in Norddeutschland, wo ihre Oma wohnt. "Als Kind durfte ich ihr aber nicht helfen. Irgendwann habe ich dann selber angefangen, Marmelade zu machen", erzählt Sabine Herpens. Als sie mit ihrem Studium in Ökotrophologie begann, wuchs ihr Interesse an Marmelade. "Das ist eine kreative Arbeit. Man kann vieles ausprobieren", beschreibt Herpens ihr Hobby.

Dass ihr bei der Produktion so manches einfällt, ist ihrem Marmeladensortiment anzumerken. Von einst 15 Sorten wuchs ihr Angebot im Laufe der Jahre auf 70 Sorten. Im aktuellen Angebot verkauft sie 50 verschiedene Marmeladen. "Einige Ideen habe ich aus Büchern, andere habe ich selber entwickelt", erzählt Herpens.

Da sie jedoch kein Geschäft hat, sondern Marmelade lediglich ihre Freizeitbeschäftigung ist, bringt sie ihre Kreationen nur zweimal im Jahr unter das Volk. Zum einen bietet sie ihre Produkte beim Astronomietag in der Sternwarte Rheindahlen an und zum anderen beim Holter Künstler- und Hobbymarkt.

Große Auslagen für Obst hat Sabine Herpens nicht. "Fast alles wächst bei uns im Garten", sagt sie. Da sie und ihr Mann 1990 den Schüringshof in Engelsholt gekauft haben, kann sie aus jeder Menge Obstsorten auswählen. Außerdem bringen die Nachbarn schon einmal Obst vorbei. "Durch die Vielfalt wuchs mein Angebot", erklärt Herpens. Wie reichhaltig dieses ist, richtet sich nach dem Ertrag der Ernte und nach der Nachfrage.

"Die Klassiker wie Erdbeere, Kirsche und Pfirsich laufen immer", sagt Sabine Herpens. Anders ist es bei ihren eigenen Kreationen. Da schwankt die Nachfrage schon einmal. Damit sie ihre Köstlichkeiten auch in Zukunft abfüllen kann, hat sie rund 1000 leere Gläser vorrätig. Die dekorative Stoffverzierung stellt sie selber her.

(cli)