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Meerbusch: Fakten zur neuen Schule

Meerbusch : Fakten zur neuen Schule

Die Zahl der Grundschüler ist von 1970 bis 2010 von 3256 auf 2087 drastisch gesunken. Die Prognose für 2015 liegt bei 1894. Von den Schülern, die 2010 auf eine weiterführende Schule gewechselt haben, haben sich 59,4 Prozent für ein Gymnasium in Meerbusch entschieden, etwa sieben Prozent wählen ein Gymnasium außerhalb. Aktuell besuchen 1956 Schüler die Meerbuscher Gymnasien. Die Hauptschule hat 255 Schüler, davon 17 Prozent aus Willich. Die Gesamtschule liegt stabil (weil gedeckelt) bei 936 Schülern, die Realschule bei 631.

Sowohl Haupt- als auch Realschule haben mit dem Bau der Gesamtschule im Jahr 1990 viele Schüler verloren. Die Gesamtschule hat deutlich mehr Anmeldungen, als sie aufnehmen kann. Sie nimmt (verpflichtend) im Schnitt 32 Schüler aus Kaarst auf, weil Kaarst keine Gesamtschule hat. Kaarst plant eine Gemeinschaftsschule, mit oder ohne Abituroption ist offen. Für das nächste Schuljahr (11/12) liegen 539 Anmeldungen vor. Nur 16 (Meerbuscher) Schüler haben die Hauptschule gewählt. Auch Willich plant eine zweite Gesamtschule, das könnte zur Folge haben, dass weniger Schüler nach Meerbusch wechseln.

Elternwille

Immer mehr Eltern wollen eine Abituroption. Meerbusch gilt als extrem bildungsorientiert. Der Schnitt der Schüler, die das Abitur in Meerbusch erreichen, liegt mit 42,8 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt (30,7). Wenn die Gemeinschaftsschule mit Abituroption kommt, dann hätte Meerbusch zwei Angebote mit der Abituroption nach acht Jahren (G8/Gymnasien) und zwei Möglichkeiten, die Fachhochschulreife nach der 13. Klasse zu erreichen. Für Burkhardt Wahner, der als Realschulleiter naturgemäß eine skeptische Haltung haben könnte, ist dies eine chancenreiche Lösung. "Denn 50 Prozent unserer Abgänger besuchen weiterführende Schulen, aber nicht in Meerbusch. Die könnten dann auch bleiben", sagt er.

(RP)