Meerbusch: Appell: Meerbuscher sollen wählen

Meerbusch : Appell: Meerbuscher sollen wählen

Bei der Landratswahl am Sonntag zeichnet sich eine niedrige Beteiligung ab

"Machen Sie mit, gehen Sie wählen!" Mit einem Appell an die rund 45 000 Wahlberechtigten in der Stadt hat Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage die Meerbuscher aufgerufen, am Sonntag von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und zur Landratswahl zu gehen.

Die Briefwahl lief in Meerbusch bislang schleppend. Drei Tage vor dem Wahlsonntag haben 4737 Wahlberechtigte Briefwahlunterlagen beantragt. Bei der Kommunalwahl 2014 waren es zum gleichen Zeitpunkt 7338. "Wählen gehen heißt Verantwortung übernehmen und ein Stück lokale Demokratie zu leben", so die Verwaltungschefin. "Wir sind ein selbstbewusstes Mitglied der Kreisgemeinschaft, damit sind die Belange des Rhein-Kreises auch unsere Belange."

Die Kreispolitik spiele sich zwar nicht so unmittelbar "vor der Haustür" ab wie die Arbeit des Stadtrates, dennoch wirke sie sich auch unmittelbar in Meerbusch aus. Jährlich überweist die Stadt im Schnitt rund 22 Millionen Euro an den Kreis. "Der Rhein-Kreis Neuss übernimmt für uns wichtige Aufgaben - zum Beispiel im Bereich Straßenbau und -unterhaltung, im Sozialwesen, im Landschaftsschutz oder auch in der Vertretung unserer Interessen nach außen", betont die Bürgermeisterin. "Die Wahlbeteiligung ist bei uns in Meerbusch traditionell hoch, diesen Anspruch wollen wir weiter pflegen."

Die 27 Wahllokale öffnen Sonntag von 8 bis 18 Uhr. Zur Wahl stehen Amtsinhaber Hans-Jürgen Petrauschke (CDU), Hans Christian Markert (SPD, Grüne, Die Linke, Piraten) und Adolf Robert Pamatat (Zentrum).

(RP)
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