Langenfeld: Grundstein fürs Marktkarree

Langenfeld: Grundstein fürs Marktkarree

Auf der Baustelle an der Ecke Solinger-/Friedhofstraße wurde die gestrige Lokalausgabe der Rheinischen Post nebst anderen Zeugnissen der Jetztzeit feierlich eingekapselt und für die Nachwelt in den Boden einbetoniert.

Als ehemaliger Regierungssprecher von Helmut Kohl hat Friedhelm Ost viel Mikrofonerfahrung. Gestern war eine halbfertige Tiefgarage seine Bühne. Auf der Baustelle des Ladenzentrums Marktkarree legte der Aufsichtsratschef des Investors TKN Real Estate Solutions AG mit Bürgermeister Magnus Staehler und weiteren Beteiligten den Grundstein. „Das Investitionsvolumen von knapp 40 Millionen Euro spiegelt das Vertrauen in den Standort Langenfeld wider“, meinte Ost in seiner Ansprache und zollte der Stadt höchstes Lob. „Hier wird nicht die Sandwichlage zwischen den Metropolen Düsseldorf und Köln beklagt, sondern etwas daraus gemacht.“

Sahnehäubchen

Staehler bezeichnete das Marktkarree gemeinsam mit der anstehenden Umgestaltung des Marktplatzes als Sahnehäubchen des Stadtmitte-Umbaus in den vergangenen Jahren. Nach der wegen des Grunderwerbs in die Länge gezogenen Vorgeschichte gehe es auf der Baustelle bei der Kirche St. Josef jetzt zügig voran.

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Ost nannte als Eröffnungstermin für die zweigeschossige Einkaufspassage den 31. Oktober 2008. Das Weihnachtsgeschäft im kommenden Jahr werden die Läden in der Startphase also mitnehmen. Hauptmieter werden die Filialisten Müller (2300 Quadratmeter Drogerie, Kinderkleidung, Spielzeug und mehr) und New Yorker (1200 Quadratmeter junge Mode) sein. Auch die Ketten Vero Moda, Bonita, Pimkie, S.Oliver (allesamt Mode), Palm (Schuhe) und The Phone House (Handys) belegen größere Läden. Nach Osts Worten sind bislang zwei Drittel der Gesamtverkaufsfläche von 7760 Quadratmeter mit künftigen Mietern vertraglich gesichert. „Das ist zum jetzigen Zeitpunkt für ein Projekt in einer Mittelstadt nahezu sensationell.“

Auch die Gastronomie im Marktkarree sei auf einem sehr guten Weg, meinte gestern TKN-Chef Ted Kupchevsky im Gespräch mit der RP. Für eine Restaurantfläche von rund 400 Quadratmetern sollen die Verhandlungen mit Interessenten vor dem Abschluss stehen. „So lange die Verträge nicht unterzeichnet sind, möchte ich die Namen aber noch nicht nennen.“

Sehr begehrt sind offenkundig auch die 22 zwischen 60 und 200 Quadratmeter großen Wohnungen im zweiten und dritten Obergeschoss. Ost: „Trotz des frühen Stadiums gibt es eine intensive Nachfrage und sind schon erste Verträge abgeschlossen. Die Wiederentdeckung der Innenstädte für das Wohnen gilt anscheinend auch für Langenfeld.“

(RP)
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