Korschenbroich: Liberale Senioren wollen in Korschenbroich aktiv werden

Korschenbroich: Liberale Senioren wollen in Korschenbroich aktiv werden

Seniorenarbeit wird seit Jahren im Korschenbroicher Stadtgebiet großgeschrieben. Jetzt wird das bisherige Angebot um die unabhängige Organisation "Liberale Senioren" (LiS) komplettiert. Motor und damit auch Kopf der neuen Gruppierung ist Rainer Weber (65). Er hat sich vorgenommen, mit Unterstützung der Regionalbeauftragten Beate Kopp (Kaarst), die Ortsgruppenarbeit zügig anzuschieben. Dabei ist ihm die Unabhängigkeit der neuen Ortsgruppe besonders wichtig, auch wenn Weber für die Korschenbroicher FDP als Sachkundiger Bürger unter anderem im Betriebsausschuss sitzt.

Auslöser für sein neues Engagement sind die Planungen für die neue Senioren-Residenz an der Friedrich-Ebert-Straße. Weber war einer der Wenigen, die sich im Fachausschuss gegen das Mehr-Millionen-Projekt an dem dafür vorgesehenen Standort ausgesprochen haben: Für ihn ist der Standort zwischen Bahnlinie und Landstraße 381 einfach nicht akzeptabel. "Das hat mir einmal mehr gezeigt, dass wir auch in Korschenbroich eine Ortsgruppe Liberaler Senioren brauchen." Für den ehemaligen Flugkapitän ist es wichtig, dass ältere Menschen nicht von kommunalen und gesellschaftspolitischen Leben ausgegrenzt werden. "Nach meiner aktiven beruflichen Zeit will ich meine Lebenserfahrung sinnstiftend in ein ehrenamtliches Engagement für die ältere Generation einbringen. Da die Liberale Senioren NRW eine unabhängige Seniorenorganisation ist und seit mehr als zehn Jahren in Nordrhein-Westfalen besteht, entspricht diese Organisation meinen Vorstellungen", begründet Rainer Weber seine Motivation, sich vor Ort ehrenamtlich frei nach dem Motto "Senioren helfen Senioren" einzusetzen. Freiheit, Eigenverantwortung, Individualität und Toleranz nennt er dafür als Grundpfeiler seiner Arbeit.

Das Gründungstreffen fand jetzt bei ihm an der Danziger Straße 45 statt. Zurzeit steckt Weber mitten in der Aufbauphase. Die Mitgliederwerbung für die neue Ortsgruppe hat für ihn jetzt Priorität: "Vier Zusagen habe ich schon." Er ist zuversichtlich, dass die Zahl bei einem monatlichen Beitrag von vier Euro rasch in die Höhe schnellt. Das erste Mitgliedertreffen soll bereits nach den Schulferien, die erste Großveranstaltung zum Thema Gesundheit im Herbst in Korschenbroich stattfinden. Details dazu kann er noch nicht nennen: "Wir stecken in Korschenbroich ja noch in den Anfängen." Und so ist er froh, mit Beate Kopp eine erfahrene Regionalbeauftragte an seiner Seite zu wissen.

(RP)
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