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Hilden: Anspruchsvoll und umtriebig

Hilden : Anspruchsvoll und umtriebig

Die Hildener Band "The Cored" spielt beim Fest der Nationen in Hamburg ein Abendkonzert. An die Waterkant fährt sie gemeinsam mit dem Sinfonischen Blasorchester der Musikschule Hilden.

Als hart und melodiös bezeichnen die Mitglieder "The Cored" ihren Rockstil. Seit einem Jahr machen Gitarrist Kaj Röttgen (21), Sänger Alexander Kern (33), Schlagzeuger Jan Volkensten (21) und Bassist Markus Gore Alternative-Rock. Kennen gelernt haben sie sich an der Musikschule Hilden. "Da lernt man unabhängig vom Spiel ständig andere Musiker kennen, die da auch Unterricht nehmen," erklärt Volkenstein. Demnächst bringen die Vier einen ihrer ersten Songs auf einem Album heraus. Beim Band-Contest des des Kreises Mettmann hatten sie einen zweiten Platz geholt.

Rockmusic-Act

Aus der Musikschule waren sich die vier bereits flüchtig bekannt. Bis auf Gore haben sie sich nach und nach im sinfonischen Orchester näher kennen gelernt. Dass sie als Band zueinander fanden, ergab sich über eine Freundin. Als musikalisch flexibel und vielfältig dürfen die Jungs bezeichnet werden: Am selbe Tag spielen sie auf dem Fest der Nationen in Hamburg im Orchester und treten am Abend als Rockmusik-Act auf. "Über Kontakte hat sich schließlich der Abend-Gig für Rockperformance ergeben", erklärt Röttgen. "Das Orchester tritt dort regelmäßig auf."

Blas- und Rockmusik an einem Tag? Für die vier Jungs kein Problem. Vielmehr spricht es für ihre musikalische Umtriebigkeit und Professionalität, dass sie sich für Rock und Classic gleichermaßen öffnen. Auch in ihren Kompositionen finden sich verschiedene Genres wie Metal, Jazz und Popmusik wieder. "Einige der Richtungen und typischen Motive lassen sich im Rock gut kombinieren", erklärt Volkenstein. Die Blasmusik gehört aber sicher nicht dazu.

Seit ihrem fünften Lebensjahr nehmen die vier Bandmitglieder Musikunterricht. Volkenstein und Röttgen spielen klassisches Schlagzeug, Kern seit 27 Jahren Trompete.

Rüttgen ist es mit der Musik so ernst, dass er gerade begonnen hat, Musik zu studieren. "Mit Musiktheorie und Komposition setzen wir uns bei der Entwicklung unserer Songs auch auseinander", führt Volkenstein an. Übung und Professionalität qualifiziere schließlich die Gruppe, ihre Songs zu "entwickeln".

Eine besonders anspruchsvolle Haltung haben die Jungs auch, wenn es um ihre Texte geht. In den "Lyrics", von Kern verfasst, will er sich nicht einfach ausdrücken, sondern "Wörter finden, die nicht so plakativ sind". Auch ihre Musik habe er als komplex und "fortgeschritten" erlebt, ergänzt Volkenstein. Dissonanzen und das Spiel mit Motiven aus Rock, Pop und Jazz machen aus ihr einen ganz besonderen Sound.

(RP)