Goch: Kleine Gärtner in Aktion

Goch : Kleine Gärtner in Aktion

Auf dem Gelände des Klosters Graefenthal haben Kindergartenkinder im Rahmen der "Kleinen Landschaftsgärtner in Aktion" den Tag im Freien verbracht. Es gab einiges über den Garten zu lernen.

Am Anfang schauen sie noch ein bisschen skeptisch, dann ist aber schnell jede Scheu verloren. Im Rahmen der "Kleinen Landschaftsgärtner in Aktion" tobten sich jetzt Kinder der Kindergärten St. Vincentius Asperden und St. Jodokus Keppeln im Außengelände des Klosters Graefenthal aus. Insgesamt vier Stände hatte die Firma Freiformat auf einem weichen Sandboden aufgebaut. Regen? Machte den Nachwuchsgärtnern nichts aus, schließlich war das ganze Areal überdacht.

Am ersten Stand galt es, Blumen zu pflanzen. Die Kinder zeigten sich dabei erstaunlich begriffssicher. So wussten sie genau, was Tulpe und was Schneeglöckchen ist. Beim Pflanzen jedoch gab es die ersten Schwierigkeiten. Scheiterten die Versuche doch daran, dass die Blumen erst noch enttopft werden müssen, bevor man sie in die Erde stecken kann. "Das ist für alle spannend, die Kinder sind mit ihrer vollen Konzentration bei der Sache", sagt Gabi Rasokat vom St. Jodokus Kindergarten Keppeln.

Nicht nur mit der vollen Konzentration, sondern auch mit voller Kraft mussten die Vorschulkinder am zweiten Stand zur Tat schreiten. Hier galt es auf einem mit Baumstämmen abgegrenzten Quadrat Rasen zu verlegen. Dafür musste erst mit vereinten Kräften der Sandboden gehakt und schließlich die schweren Rollrasenstücke an den richtigen Platz getragen werden. Und — selbst ist das Kind — weil sogar der kleinste Gärtner seinen Stolz hat, wollten alle natürlich zeigen, dass sie das ganz ohne Hilfe können. Also noch einmal die Nase hochgezogen, beide Arme um das Stück Rollrasen geschlungen und breitbeinig in Richtung Viereck gestapft.

Ganz klarer Favorit bei den Jungen war das Festklopfen von Steinen zu einem Weg. Schließlich bekam jeder dazu nicht nur einen Hammer, sondern durfte mit dem auch noch richtig Krach machen. Auf die feinen Sinne kam es beim vierten und letzten Stand an. Hier wollten Kräuter gekostet, errochen und zugeordnet werden.

"Wir haben im Kindergarten schon über die Aktion gesprochen und einiges vorbereitet", sagt Gabi Rasokat. So überlegten sich die Kinder ihren Traumgarten und brachten diesen mit Buntstiften zu Papier. "Ich glaube, wir haben heute alle voneinander gelernt", meint auch Heike Püttgen von der Firma Freiformat. "Die Kinder waren alle super engagiert bei der Sache und haben viel mitgenommen", sagt sie. Mitgenommen werden konnten auch die Blumenkisten, die von den Kindern selber bepflanzt wurden. So konnten sie zu Hause auch noch stolz den Eltern präsentiert werden. "Eine schöne und rundum gelungene Aktion", meint Püttgen. Die Kinder werden ihr zustimmen.

(lukra)
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