Erkelenz: Schein und Sein auf der Musical-Bühne

Erkelenz : Schein und Sein auf der Musical-Bühne

Uraufführung heute in der Stadthalle: Das Musical "Dream of mine" erzählt vom Leben im Rampenlicht.

New York in den 1930er Jahren. Vier junge Sänger arbeiten in einem glanzvollen Ballroom, in dem sich die Schönen und Reichen treffen. Das Quartett will hier entdeckt werden, denn für die jungen Künstler steht fest: "Wenn ich einmal ein Star bin, dann werde ich glücklich sein!" Doch die Schattenseiten des Rampenlichts spüren sie mehr und mehr.

"Dream of mine" - so lautet der Titel des Musicals, das heute Abend in der Erkelenzer Stadthalle seine Uraufführung feiert. Das "theater die baustelle" aus Köln und die Initiatoren des Musicals haben die letzten Proben erfolgreich hinter sich gebracht, ehe sich heute der Vorhang endlich öffnet.

Mittendrin agiert Regisseurin Bettina Montazem. An ihrer Seite sind Bühnenbildner Stefan Maria Jung, Choreograph Dwayne Holliday sowie Sven Bergmann und Christoph Freier, die für die musikalische Leitung des Musicals zuständig sind. Bettina Montazem sagt: "Das Besondere an der Produktion ist, dass es ein Gesamtkunstwerk ist." Von der Idee, die von der im Iran geborenen Regisseurin stammt, bis hin zur Uraufführung heute in Erkelenz dauerte es rund zwei Jahre.

Die Generalprobe beginnt. Fünf Tänzer betreten die Bühne, sie transportieren Koffer. Noch ist der Vorhang geschlossen. Dahinter zu hören ist aber schon eine Swing-Band. Der Vorhang öffnet sich. "Zu früh", protestiert der Schlagzeuger der Band. Bettina Montazem pflichtet ihm bei. "Bitte den Vorhang wieder schließen", sagt sie. Währenddessen hat es sich Dwayne Holliday im Saal auf einem Tisch bequem gemacht. Von da aus hat er beste Sicht auf die fünf Tänzer. Sie tauchen plötzlich in neuen Kostümen - nun als Serviererinnen, Bäcker und Koch - auf. "Ja, denn im Verlauf der Musicals werden weit mehr als 100 Kostüme zu sehen sein", erklärt die Regisseurin am Rande der Proben zufrieden.

"Live on Stage" sind jetzt auch fünf weitere Akteure, darunter eben auch die vier hoffnungsfrohen jungen Sänger. Sie sind Teil des großen Season-Openings des Jahres 1932. Es ist ein Jubiläum, denn es ist schon das 25. Opening.

Bettina Montazem ist mit dem ersten Durchlauf schon sehr zufrieden. "Applaus, Applaus, Applaus", ruft sie, danach bittet sie um den Bühnenumbau. Und der geht schnell, denn die sechs Bühnenelemente, die zu sehen sind, stehen auf kleinen Rädern. "Wenn die Podeste zum Umbau gedreht werden, sitzt ihr bitte schon auf den Stühlen", sagt Bettina Montazem zu den Darstellern auf der Bühne.

"Dream of mine" ist ein Musical über Träume, Entscheidungen und die wahre Liebe. Es ist die Geschichte über ein Leben auf und hinter der Bühne, über Schein und Sein, über Reichtum und Armut, über Kultur und Subkultur. Das Musical "Dream of mine" vermittelt heute bei der Uraufführung eine klare Botschaft an das Publikum - Lebe deinen Traum.

(RP)
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