Duisburg: MSV-Frauen erwarten Gegner auf Augenhöhe

Fußball : MSV-Frauen erwarten Gegner auf Augenhöhe

Der Bundesligist, der nicht optimal in die Saison gestartet ist, empfängt den SV Werder Bremen.

Ein 0:4 gegen die SGS Essen, ein 0:4 beim FC Bayern München. Der Saisonstart der Fußballerinnen des MSV Duisburg ist rein zahlenmäßig ein eher negativer. Es gilt aber auch einzuordnen, dass beide Gegner zur Spitzengruppe der Bundesliga zu zählen sind. Das ist am Sonntag erstmals anders. Um 14 Uhr ist der SV Werder Bremen im PCC-Stadion zu Gast, der nach den meisten Prognosen eher zu den Abstiegskandidaten gehören dürfte – und sich damit potenziell auf Augenhöhe mit den Zebras bewegen sollte.

Bremen? Da war doch was: Am 18. März gab Thomas Gerstner gegen die Hanseatinnen sein Debüt auf der MSV-Bank, die seinerzeit witterungsbedingt jene in der Schauinsland-Reisen-Arena war. Paula Radtke verwandelte in der 90. Minute einen Elfmeter zum 1:0-Sieg, der ein Meilenstein auf dem Weg zum Klassenerhalt war. „Jedes Mal, wenn ich seitdem Werder-Trainerin Carmen Roth sehe, sagt sie mir, dass ihr Team uns beim nächsten Spiel nichts schenken werde“, sagt Gerstner und schiebt nach: „Das wollen wir ja auch nicht.“

Vielmehr möchten die Duisburgerinnen aus eigener Kraft die ersten Punkte auf ihr Konto bringen, was Werder zum Auftakt mit dem 3:0 bei Borussia Mönchengladbach schon gelungen ist. Es folgte jedoch ein 0:1 gegen Bayer Leverkusen, den zweiten Aufsteiger, weshalb Gerstner sagt: „Bremen ist damit etwas hinter den eigenen Erwartungen zurück.“ Mit einem Sieg soll der morgige Gegner dann vollends im unteren Tabellensegment festgehalten werden.

Fehlen wird dem MSV neben Alina Angerer, die mit einem Bänderriss im Sprunggelenk wochenlang ausfallen wird, auch Emma Rolston. Die Neuseeländerin verletzte sich im Training. „Das ist schade, denn sie hatte sich mehr und mehr reingefunden.“

(T.K.)
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