MSV Duisburg: Der MSV erwartet heute München 1860

MSV Duisburg: Der MSV erwartet heute München 1860

Eigentlich ist die Rechnung einfach, wenn der Wirt sie entsprechend den Wünschen schreibt. Eine ausgewogene Mischung wünscht sich MSV-Trainer Milan Sasic für das nächste Heimspiel gegen die Münchener heute Abend in "seinem" Team.

Das ist allerdings nicht ganz leicht umzusetzen. Ausgewogen – die Forderung beinhaltet kompaktere, zugreifendere Verteidigung und treffsichere Stürmer.

Baljak-Quote in Ordnung

Da ist Sasic mit der Quote von Srdjan Baljak zufrieden, obwohl sie höher sein könnte, wenn man sich nochmal vor Augen führt, wie der Serbe die Großchance in Berlin ausließ. Bei Caiuby, der sich langsam an die Spielweise der Liga gewöhnt, hat der 51-Jährige einen Aufwärtstrend festgestellt. "Wir müssen den Weg suchen, um insgesamt stabiler zu werden", sagt der Kroate. Deshalb wird der MSV gegen 1860 wie bei einem Auswärtsspiel auftreten. Denn da ist die Bilanz ungleich besser. Die Abwehr zu stabilisieren, eine Balance zu finden zwischen dem Sorgenkihnd und dem Angriff, das ist die dringliche Aufgabe.

Kapitel mit Komplex

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Thema Heimspiel: Das Kapitel ist offenbar mit einem Komplex verbunden, Nein, die Spieler wären nicht verkrampft oder nervös, wenn sie die Arena beträten, sagt Sasic. Aber woran liegt es denn, dass der MSV unter ihm erst einmal im heimischer Umgebung gewonnen hat? Sasic zuckt mit den Achseln. Vielleicht hilft da nur der Psychologe. An den treu unterstützenden Anhängern liegt es nicht. "Wir können das Vertrauen der Fans nur zurückzahlen, wenn wir gewinnen" – das ist auch so ein Sasic-Satz, der einleuchtende Berechtigung besitzt.

Die Fans halten still, obwohl auch sie frustriert sein müssen. Unentschieden in der Arena, die eine Menge Punkte kosteten, erfreuen niemand. Sie mal richtig zufrieden zu stellen, das ist die Hoffnung des Kroaten. "Um ganz nach oben zu kommen, brauchen wir endlich wieder einen Heimsieg." Die Auf-und-ab-Reise zerrt ein bisschen am Nervenkostüm. Zuversicht und Enttäuschung liegen dicht beieinander.

Ewald Lienen kommt

Gegen die Sechziger soll also der zweite Heimsieg unter der Regie des Trainers eingefahren werden. München sei wieder eine neue Chance, sagt er. Leicht wird das nicht, denn Ewald Lienen führt eine Mannschaft ins Feld, die zu den Aufstiegsfavoriten zählte, die Erwartungen aber unerfüllt ließ, aber trotzdem freilich ordentlichen Fußball spielt.

(RP)