MSV Duisburg : Davari patzt beim 7:1 gegen die U19

Der MSV Duisburg gewinnt gegen die eigene U19 mit 7:1 und beweist damit, dass er anders als in der Liga doch noch treffen kann. Torwart Daniel Davari leistet sich beim Gegentreffer aber einen Patzer.

Sieben Tore. Das war gut für das Selbstvertrauen der Zweitliga-Fußballer des MSV Duisburg. Ein Gegentor. Das war hingegen gar nicht gut für das Selbstvertrauen von Torhüter Daniel Davari. Die MSV-Profis schlugen die eigene U19 an der Westender Straße mit 7:1 (3:0).

Da MSV-Cheftrainer Ilia Gruev und die Spieler bis zum Sonntagabend bekanntlich einem Schweigegelübde unterliegen, äußerte sich der Coach nach dem Spiel nicht. Vermutlich sah der 48-Jährige einen seriösen Auftritt. Die sieben Tore werden ihm gutgetan haben. Weil sie der Mannschaft gutgetan haben dürften. Das Gegentor wird dem Coach nicht gefallen haben. Und dem Torwart erst recht nicht. Für Daniel Davari war es ein Klassiker, der jedem Torwart der Welt passieren kann, bei dem jeder Torwart der Welt im Erdboden versinken möchte.

Ein Tor der MSV-Bubis schien angesichts der Kräfteverhältnisse auf dem Platz unmöglich. Doch in der 59. Minute vertändelte Davari den Ball vor dem eigenen Strafraum. Darius Ghindovean nahm das Geschenk an und schob die Kugel zum 1:4 ins leere Tor. Sollte Ilia Gruev Argumente suchen, um zum Spiel am nächsten Freitag bei Union Berlin einen Torwartwechsel zu begründen – diese Szene stärkte Davaris Position jedenfalls nicht.

Daniel Mesenhöler, der beim Spiel gegen seinen Ex-Klub an der alten Försterei am Freitag seine Chance erhalten könnte, gehörte gestern nicht dem Aufgebot an und verfolgte das Spiel von den Zuschauerrängen aus. Das galt auch für Stürmer Richard Sukuta-Pasu, der leicht angeschlagen war aber am Montag in den Trainingsbetrieb zurückkehren soll.

Der MSV erzielte sieben Tore – allerdings ließen die Zebras auch zahlreiche Chancen liegen. Borys Tashchy und Tim Albutat trafen jeweils den Innenpfosten, Ahmet Engin kopierte Sukuta-Pasus „Kunstschuss“ über das Tor aus dem Darmstadt-Spiel, Stanislav Iljutcenko köpfte den Ball aus kurzer Distanz über das Tor. Aber man mag nicht klagen. Andreas Wiegel eröffnete in der 20. Minute den Torreigen mit einem abgefälschten Schuss aus 17 Metern, Iljutcenko und Tashchy erhöhten bis zur Pause auf 3:0. Im zweiten Durchgang traf Joseph-Claude Gyau zweifach, Andreas Wiegel verwandelte einen Foulelfmeter, und der etatmäßige U-19-Stürmer Jan-Niklas Pia, der diesmal als Einwechselspieler bei den Profis mitwirken durfte, steuerte auch noch einen Treffer bei.

Samstag treffen sich die Zebras  zur Regeneration, Sonntag haben sie frei, Montag startet die Mannschaft in die Vorbereitung auf das Berlin-Spiel. Auf ein Kurztrainingslager verzichtet der MSV übrigens. Der Klub teilte gestern mit, dass sich das Team im üblichen Rahmen in Meiderich auf die nächste Aufgabe vorbereiten werde. Sportdirektor Ivica Grlic hatte zuletzt erwogen, das Team für ein paar Tage ins Trainingslager zu schicken.

(D.R.)
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