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Duisburg: Schulmaterial für Tausende von Kindern

Duisburg : Schulmaterial für Tausende von Kindern

Die ökumenischen Schulmaterialkammern im Duisburger Westen bereiten sich wieder auf einen großen Ansturm vor. Am 7. August beginnt die Ausgabe. Für Rheinhausen werden noch ehrenamtliche Helfer gesucht.

In diesen Tagen häufen sich wieder die Anrufe bei den ökumenischen Schulmaterialkammern in Rheinhausen und Homberg. "Wann haben Sie wieder geöffnet, meine Tochter wird eingeschult, ich brauche ihre Unterstützung", meldet sich eine Mutter und ist froh, die Öffnungszeiten zu erfahren.

In diesem Jahr besteht das Angebot der Schulmaterialkammern zum fünften Mal. "Über 2800 Kindern konnte so in dieser Zeit im Duisburger Westen mit Schulmaterialien ganz direkt und unkompliziert geholfen werden", resümiert Diakon Stefan Ricken, der das Projekt von Seiten des Caritasverbandes betreut und die insgesamt 55 Ehrenamtlichen in ihrer Arbeit unterstützt. "Die Bedarfe sind in den Jahren immer mehr gestiegen", sagt er. "Das liegt zum einen an dem gestiegenen Bekanntheitsgrad des Angebotes, zum andern aber auch an der Zahl derer, die auf Transferleistungen angewiesen sind."

Die Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren. "Wir haben Material für insgesamt 21 000 Euro eingekauft. Das reicht für ein Jahr", so Rickens Erfahrung. Das Projekt lebt ausschließlich von ehrenamtlichem Engagement und Spenden. Für Rheinhausen werden noch ehrenamtliche Helfer gesucht, die das Team bei der Ausgabe der Materialien unterstützen. "Zum Ende der Sommerferien haben wir täglich geöffnet, da brauchen wir jede Hilfe", wirbt Ricken.

Getragen wird das ökumenische Projekt von den katholischen und evangelischen Kirchengemeinden im Duisburger Westen. Die Gemeinden, Firmen, Stiftungen und Privatpersonen unterstützen die Arbeit durch einmalige oder regelmäßige Spenden. Dankbar ist das Team für jede noch so kleine finanzielle Unterstützung, sei es aus Anlass eines Geburtstages oder eines Sponsorenlaufes - der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

In Rheinhausen ist in diesem Jahr die Siegfried-Schlicht-Stiftung der Retter in der Not. Sie stellte 5000 Euro als Spende zur Verfügung und sichert somit die Finanzierung der Rheinhauser Kammer erheblich. "Diese Nachricht erhielt ich einen Tag nachdem ich das Projekt Papst Franziskus vorgestellt hatte, vielleicht war das ein Zeichen", meint Stefan Ricken mit einem zwinkernden Auge. Aber auch die Firma Aumund, die Krupp-Stiftung und die Sparkasse zählen zu den Großspendern, ohne die ein solches Projekt nicht bestehen könnte.

Die Schulmaterialkammern stehen allen Kindern aus Familien offen, die ALG II, Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen. Ferner werden Kinder von Asylsuchenden und zugewanderten EU-Neubürgern unterstützt. Eine entsprechende Bescheinigung ist vorzulegen. Auch müssen die Familien einen kleinen Kostenbeitrag leisten. "Es sind ungefähr zehn Prozent des Einkaufswertes, den wir als Spende von den Familien einsammeln", so Ricken.

(skai)