Duisburg: Profile-Konzert der Philharmoniker

Philharmoniker : Seelische Schwingungen im Profile-Konzert der Philharmoniker

Claude Debussy (1862-1918) versuchte in seiner Musik, seelische Schwingungen zu erfassen. Jetzt waren im Opernfoyer im Theater beim ersten Profile-Kammerkonzert der Duisburger Philharmoniker der neuen Saison 2018/19 die wesentlichen Kammermusikwerke des vor 100 Jahren gestorbenen großen französischen Komponisten zu erleben.

Das ging von dem etwas stachligen Duo für Violine und Violoncello, das Maurice Ravel für die Sammlung „Le Tombeau de Claude Debussy“ beitrug (1920, später zu einer viersätzigen Sonate erweitert) und das hier von der hinteren Empore erklang, ungefähr rückwärts chronologisch bis zu Debussys schon recht charmantem Klaviertrio G-Dur (1880), das er im zarten Alter von 18 Jahren schrieb.

Atmosphärisch besonders dicht wirkte die Sonate für Flöte, Viola und Harfe F-Dur (1915). Zur Entspannung zwischen den recht anspruchsvollen Sonaten gab es drei kurze populäre Klavierstücke von Debussy in Bearbeitungen für Violine und Harfe, nämlich „Clair de lune“ („Mondschein“) aus der „Suite bergamasque“ (1890), „La plus que lente“ („Mehr als langsam“, 1910) und „La fille aux cheveux de lin“ („Das Mädchen mit den flachsfarbenen Haaren“) aus dem „Préludes“ (1909).

Diese ganze Musik spielten der philharmonische Soloflötist Stephan Dreizehnter, der Konzertmeister Önder Baloglu (hier Violine und Viola), der Erste Solocellist Friedemann Pardall sowie der in Frankreich geborene Pianist Yannick Rafalimanana und der israelische Harfenist Lion Ouziel auf höchstem Niveau, mit sowohl scharfen als auch eleganten Akzenten, je nachdem wie es gerade angemessen erschien, dabei immer sehr sensibel.              

Das nächste, zweite Profile-Konzert am Sonntag, 7. Oktober, um 11 Uhr, im Opernfoyer, fügt sich in den Rahmen der Jüdischen Kulturtage. Karten zu elf Euro, ermäßigt 6,50 Euro, gibt es am einfachsten im Internet unter karten@theater-duisburg.de.      

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