Düsseldorf: Jungschützen engagieren sich 24 Stunden lang

Düsseldorf : Jungschützen engagieren sich 24 Stunden lang

16 Jungschützen des Oberbilker St. Sebastianus Schützenvereins haben einen Tag lang für gute Zwecke gearbeitet. Neben Malerarbeiten stand auch ein Besuch in einem Seniorenwohnpark auf dem Plan.

Normalerweise tragen die Jungschützen des St. Sebastianus Schützenvereins Oberbilk schicke Uniformen. Doch am Wochenende tauschten 16 von ihnen diese gegen einen einfachen blauen Overall ein und machten sich mit Pinseln und Farbeimern ans Werk, um für den guten Zweck zu streichen.

Unter dem Motto "24 social" wollten die Jungschützen beweisen, dass sie mehr können als nur ausgiebig zu feiern und zu trinken. An insgesamt vier Stationen engagierten sie sich 24 Stunden lang für den guten Zweck. "Die Idee zu dem Tag kam uns beim Schützenfest im August. Viele beschwerten sich, dass man so wenig zusammen machen würde", sagte Torsten Petersen, der "24 social" koordinierte. Deshalb überlegten sich die Jungschützen, dass sie einen Tag lang für den guten Zweck arbeiten wollten. "So ein Tag schweißt zusammen und ist ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst", meinte Petersen.

Die Jugendlichen fingen am Samstag um Mitternacht damit an, einen Vorraum und eine Art Besprechungszimmer im Pfarrzentrum St. Josef zu streichen. Der nächste Halt war das Atelier "Königinnen und Helden" an der Siemensstraße. Hier griffen die Jungschützen ebenfalls zum Pinsel und verpassten den kargen Wänden einen frischen Anstrich.

"Wir sind hier heute Morgen ins Atelier gekommen und jeder hat sich einfach ein Zimmer gesucht, wo er anfangen will. Das hat ohne große Absprache ganz gut geklappt", sagte die 21-jährige Julia van den Heuvel. Nach wenigen Stunden waren die Jungschützen bereits ein eingespieltes Team. "Das läuft hier wirklich gut. Wir haben schon eine richtige Routine entwickelt", sagte Petersen.

Die Leiterin des Ateliers "Königinnen und Helden", in dem demnächst Ausstellungen und Workshops für Kinder und Jugendliche organisiert werden sollen, freute sich über die tatkräftige Unterstützung. "Es ist besonders schön, dass so viele junge Leute aus Oberbilk heute mithelfen", fand Andrea Abbing. "Ohne die Jungschützen wären wir hier so schnell nicht fertig geworden."

Dass 24 Stunden für den guten Zweck ziemlich viel Arbeit bedeuten, stellten die Jugendlichen schon morgens früh fest. "Die meisten von uns sind bereits seit Freitagmorgen wach und haben höchstens für zwei Stunden kurz geschlafen", sagte Torsten Petersen. Deshalb freute sich Shirin Krieger besonders auf den Programmpunkt am Mittag, wo die Jungschützen die Senioren im Wohnpark am Lessingplatz besuchten. "Die Brettspiele, die wir mit den Senioren machen, sind zum Glück nicht so anstrengend wie das Streichen", sagte die 14-Jährige.

Nach dem Kaffeetrinken im Seniorenwohnpark wurde noch das Kinderheim der Diakonie in Kaiserswerth renoviert. Zum Abschluss des 24-Stunden-Marathons luden die Jungschützen am Samstagabend Obdachlose auf den Lessingplatz zum Grillen ein.

Ob es "24 social" noch einmal geben wird, steht nicht fest. "Wir können uns vorstellen, die Aktion zu wiederholen. Das nächste Mal werden wir aber lieber zweimal zwölf Stunden machen", sagte Petersen.

(sdt)
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