Auch Promis trauern: Fall Debbie: Mutter zu Gast bei Beckmann

Auch Promis trauern : Fall Debbie: Mutter zu Gast bei Beckmann

Dagmar Funke war nicht das erste Mal in der Fernsehsendung von Reinhold Beckmann. Vor vielen Jahren erzählte sie schon einmal davon, dass Ihre Tochter Debbie seit dem 13. Februar 1996 verschwunden ist und wie es ihr als Mutter damit geht.

Der Fall von Debbie hat wieder Aktualität erhalten, nachdem bei einem Fußballspiel Mitte August des FC Bayern gegen Real Madrid Mark von Bommel das Foto von Debbie hochgehalten hatte. Damit wollte der Fußballstar auf die Arbeit der Initiative "Vermisste Kinder" aufmerksam machen. Das Schicksal dieser Familien ging dem dreifachen Vater so nahe, dass er auf dem Platz in Tränen ausbrach.

Am Montag hatte Beckmann Natascha Kampusch zu Gast, die eindrucksvoll von ihrer Zeit der Entführung berichtete. Das nahm Dagmar Funke sehr mit. Sie stelle sich vor, dass es ihrer Tochter Debbie auch so gehen könne, meinte sie nur.

Die andere Version: Debbie ist tot. Daran denkt die Mutter natürlich, will die Hoffnung aber nie aufgeben. "Irgendwann steht Debbie wieder vor Dir", habe auch Mark von Bommel zu ihr gesagt. Nach dem Spiel hatte sie mit dem Fußballstar telefoniert. Sie wäre gerne im Stadion gewesen, hatte von der Aktion aber nichts gewusst. "Das fand ich alles ganz umwerfend."

Mit im TV-Studio war auch der Psychologe Adolf Gallwitz, der viel Kontakt zu Eltern hat, deren Kinder vermisst sind. Gemeinsam mit Dagmar Funke ist er der Meinung, dass zu wenig getan wird für diese Eltern.

Funke erinnerte sich: "Ich bin, nachdem Debbie verschwunden ist, mehrmals zu Vernehmungen bei der Polizei gewesen - danach war ich wieder ganz allein auf mich gestellt."

Gallwitz erklärte noch einmal, dass die ersten vier Stunden nach dem Verschwinden eines Kindes die wichtigsten seien. "Der größte Feind
bei diesen Fällen ist die Zeit", sagte der Profiler und Polizeipsychologe.

Die ältere Schwester von Debbie hatte sich das Leben genommen, Dagmar Funke bekam mit ihrem neuen Lebensgefährten zwei Kinder. Sowohl die als auch ihren Mann verließ sie - "Ich musste gehen". Jetzt lebt sie mit einem neuen Partner an der Ostsee.

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