Düsseldorfer Grüne wünschen: Ein Schwimmbad im Rhein

Düsseldorfer Grüne wünschen: Ein Schwimmbad im Rhein

Düsseldorf (dto/RP). Die Grünen wollen das Schwimmen im Rhein ermöglichen. Es sei doch ärgerlich, dass man in Düsseldorf nicht im Rhein schwimmen könne, weil es zu gefährlich ist, meint Iris Bellstedt. Die Fraktionssprecherin von Bündnis 90/Die Grünen möchte mit einem Bad im Rhein die Stadt noch attraktiver machen und gleichzeitig das Baden im Rhein sicherer gestalten. Seit einem Jahr prüft die Düsseldorfer Verwaltung, ob das Baden im Rhein in geregelten Bahnen möglich ist. "Da soll jetzt ein bisschen Fahrt in die Debatte kommen", so Bellstedt.

Dabei gab es in Düsseldorf schon einmal ein, besser zwei, Schwimmbäder im Rhein. Ein Bad in Benrath und ein Schwimmbad in Oberkassel. Das Bad neben der Oberkasseler Brücke wurde 1941 zerstört. Für den Bau des neuen Schwimmbades gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wird ein Riesenkorb in den Rhein gehangen und die Wasserratte badet in Original-Rheinwasser. Oder, bei der zweiten Variante, läge das Bad zwar auch im Rhein, allerdings würde ein Becken mit chloriertem Wasser in den Rhein gelassen.

Badefreuden anno dazumal im Rhein - so elegant sah das einmal aus. Foto: Stadtarchiv

Ist die Idee ein Luftschloss? Nicht unbedingt. Schon im Wahlprogramm von 1994 findet sich der grüne Vorschlag für Düsseldorf. Doch steht die CDU dem Projekt auch nicht abgeneigt gegenüber. Als passenden Standort für das Bad stehen Himmelgeist und der Sandstrand an der Bremer Straße im Düsseldorfer Hafen zur Debatte. Nächsten Sommer soll es das Bad schon geben - wenn der Vorschlag in der ersten Ratssitzung nach den Ferien beschlossen werden sollte. Investoren werden noch gesucht.

So sah die Rhein-Badeanstalt in Benrath um 1910 aus. Foto: Stadtarchiv
  • Neues Hallenbad in Heerdt/Oberkassel : Düsseldorf bekommt ein Schwimmbad mit Rheinblick
  • Die besten Schwimmbäder in Düsseldorf

Genehmigungsbehörde wäre das Wasser- und Schifffahrtsamt in Köln. "Eine schwimmende Anlage muss bestimmte Anforderungen erfüllen", gibt dort Kristine Eberhardt Auskunft. Geklärt werden müsse etwa, wie die Anlage verankert ist, wie sie sich bei Hochwasser verhalte, wie weit sie von der Fahrrinne der Schiffe entfernt ist und vieles mehr. Besonderes Problem in Düsseldorf: "Der Rhein ist sehr kurvig und relativ eng."

Mehr von RP ONLINE