1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Blaulicht

Düsseldorf: 18-Jähriger randaliert im Hauptbahnhof und tritt nach Polizeihund

Düsseldorf : 18-Jähriger randaliert im Hauptbahnhof und tritt nach Polizeihund

Ein stark alkoholisierter 18-Jähriger wollte am Sonntagmorgen einem Platzverweis aus dem Düsseldorfer Hauptbahnhof nicht nachkommen. Eine Bundespolizistin musste ihren Diensthund einsetzen. Der junge Mann setzte sich weiter zur Wehr.

Um 3.40 Uhr kam der 18-jährige Mann aus Guinea im einem Platzverweis der Bundespolizei wegen Schwarzfahrens nicht nach. Aufgrund seiner starken Alkoholisierung und seines aggressiven Verhaltens sollte der 18-Jährige den Düsseldorfer Hauptbahnhof verlassen. Die eingesetzten Beamtinnen drohten an, dass sie den Platzverweis auch mithilfe ihres Hundes durchsetzen werden.

Dies imponierte dem jungen Mann nicht. Vielmehr versuchte er nach dem Hund zu treten. Daraufhin setzte die Diensthundeführerin ihren Hund ein. Der Hund sprang den jungen Mann an und stieß ihm gegen die Brust. Er fiel mit dem Rücken zu Boden, stand aber laut Polizeibericht sofort wieder auf, zog sich seinen Ledergürtel aus den Hosenschlaufen und versuchte nach den Bundespolizistinnen und dem Hund zu schlagen.

Die Polizistin zog ihrem Hund den Stoßkorb ab und drohte den freigelassenen Hund an. Daraufhin wurde der Mann von einer unbeteiligten Person zurückgezogen und zur Vernunft gebracht. Woraufhin der junge Mann mit Unterstützung weiterer Beamten festgenommen werden konnte. Auch während der Fahrt leistete er Widerstand: Er versuchte die Bundespolizisten zu treten, zu schlagen und zu bespucken.

  • Immer mehr Übergriffe : Am Düsseldorfer Hauptbahnhof fehlen Polizisten
  • Kommentar zur Personalknappheit der Bundespolizei : Null Toleranz für Gewalttäter
  • Personalknappheit : Weniger Beamte für 29 Polizeibehörden in NRW
  • Düsseldorfer Hauptbahnhof : Mädchen verprügeln zwei Frauen, Jungs filmen mit Handy
  • Düsseldorf-Friedrichstadt : 21-Jähriger bestiehlt Pannenhelfer - Festnahme nach Flucht
  • Düsseldorf-Lörick : Ein Verletzter bei Wohnungsbrand - 50.000 Euro Schaden

Ein Atemalkoholtest ergab einen Promillewert von 2,8. Zur Ausnüchterung musste der 18-Jährige bis 9.00 Uhr bei der Bundespolizei bleiben. Ein Strafverfahren wegen der versuchten gefährlichen Körperverletzung und wegen des Widerstandes wurde eingeleitet.

(siev)